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Die UEFA und die Europäische Union

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Die UEFA hat in den letzten Jahren mit der Europäischen Union immer engere Beziehungen geknüpft. Die EU ist eine legale und politische Wirklichkeit, die einen zunehmenden Einfluss auf die UEFA und ihre Mitgliedsverbände hat. In ihrem Dialog mit den EU-Offiziellen zielt die UEFA darauf ab, die Ideen der Besonderheit des Sports zu stärken und auf den Strukturen des europäischen Sportleitbilds, das von den Sportverbänden untermauert wird, aufzubauen. Der Schutz von Minderjährigen, finanzielles Fairplay, Sportwetten und Medienrechte zählen zu den dringendsten Fragen, die eine Kontrolle benötigen und auf EU-Ebene derzeit diskutiert werden.

Die UEFA und der Vertrag von Lissabon
Der neue EU-Vertrag beinhaltet erstmals auch eine Sportklausel. Auch wenn die Regelung nur begrenzt dazu beiträgt, die Tätigkeiten der EU-Mitgliedsstaaten zu unterstützen und zu ermuntern, gibt sie sicherlich Grund zur Hoffnung, dass die Besonderheit des Sports noch weiter berücksichtigt wird, das heißt die speziellen Eigenschaften, die den Fußball und andere Sportarten von allen anderen Wirtschaftszweigen unterscheiden.

Die UEFA und der Europarat
Die UEFA ist langjähriges Mitglied von EPAS (Enlarged Partial Agreement on Sport) des Europarates. EPAS ist eine Plattform, die darauf abzielt, den Austausch zwischen Sportorganisationen und nationalen Regierungen zu fördern sowie eine Kontrolle im Sport zu gewährleisten.

Im September 2011 hielt Michel Platini vor dem Europarat in Straßburg eine Schlüsselrede. Die Hauptinhalte dieser Rede waren der Kampf gegen Spielabsprachen und Gewalt in den Stadien, die Notwendigkeit für finanzielles Fairplay im europäischen Vereinsfußball und die Bedeutung der Nationalmannschaften. Herr Platini forderte den Europarat auf, bei der Suche nach Lösungen behilflich zu sein und einen dauerhaften und fruchtbaren Beitrag zur gesunden Zukunft des Fußballs zu leisten. Außerdem begrüßte die UEFA die wichtige Empfehlung des Europarats zu Spielabsprachen, die demonstriert, dass der Europarat im Kampf gegen diese Gefahr weit vorne steht.

Mitteilung der Europäischen Kommission zum Sport
Im Januar 2011 veröffentlichte die Europäischen Kommission eine Mitteilung zum Sport, die von der UEFA als eine positive Entwicklung für den Sport und die Zukunft des europäischen Fußballs begrüßt wurde. Die Mitteilung schlug Ansätze vor, wie die neue Kompetenz der Europäischen Union im Bereich des Sports, festgehalten im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union, umgesetzt werden kann. In der Mitteilung unterstützt die Europäische Kommission zahlreiche Grundpositionen und Schlüsselwerte der UEFA, darunter:

• das UEFA-Reglement zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay

• den zentralen Verkauf der TV-Rechte

• besondere geistige Eigentumsrechte für Organisatoren von Sportveranstaltungen

• den Kampf gegen illegale Wetten und Spielmanipulationen

• die vier Säulen des europäischen Sportmodells

Kurz danach kam Androulla Vassiliou, die EU-Kommissarin für Bildung, Kultur und Jugend sowie für Mehrsprachigkeit, ins Haus des europäischen Fußballs nach Nyon, um die Mitteilung und ihre Auswirkungen zu erläutern.

Im Februar 2012 begrüßte die UEFA einen neuen Bericht des Europäischen Parlaments zum Sport als einen ermutigenden Meilenstein für die Zukunft des europäischen Fußballs. Der ausführliche Bericht enthielt die klare Unterstützung der Mitglieder des Europäischen Parlaments für alle Kernwerte und die Politik der UEFA.

In seiner Rede auf der 12. Sportminister-Konferenz des Europarates in Belgrad im März 2012 rief UEFA-Präsident Michel Platini zu gemeinsamem Handeln im Kampf gegen Spielmanipulationen, Zuschauerausschreitungen und für finanzielles Fairplay und für Sportprozesse vor Sportgerichten auf. Der UEFA-Präsident forderte eine internationale Konvention gegen Spielmanipulationen und verlangte, dies als kriminelles Vergehen zu ahnden. Auch bei gewaltsamen Ausschreitungen in den Stadien müsse mit aller Härte vorgegangen werden. Zudem erklärte er,  warum die UEFA so großen Wert auf finanzielles Fairplay lege und wie man die finanzielle Stabilität im Fußball wieder herstellen wolle.

Im März 2012 bestätigte die Europäische Kommission, dass die Regeln der UEFA zum finanziellen Fairplay in Übereinstimmung mit der Politik der Europäischen Union (EU) seien. Michel Platini und Joaquín Almunia, der Vizepräsident der Europäischen Kommission und Wettbewerbs-Kommissar, veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung zu diesem Thema, in der sie die Gemeinsamkeiten der finanziellen Fairplay-Regelungen und den den politischen Wünschen der Kommission auf dem Gebiet der staatlichen Hilfe unterstrichen.

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