Schritt zu gemeinsamer EU-Initiative gegen Spielmanipulationen begrüßt

Ein in Gdansk von der polnischen EU-Präsidentschaft organisiertes Treffen fordert zu "schnellen und konkreten Schritten" gegen Spielmanipulationen auf.

The consultative meeting on match-fixing organised by the Polish presidency of the European Union
The consultative meeting on match-fixing organised by the Polish presidency of the European Union ©Rafal Piechota, Polish Ministry for Sport

Ein auf höchstem Level von der polnischen EU-Präsidentschaft in dieser Woche organisiertes Treffen forderte zu „schnellen und konkreten Schritten“ im Kampf gegen Spielabsprachen auf. Die UEFA begrüßt insbesondere, dass alle Repräsentanten der Meinung waren, dass gemeinsames schnelles Handeln geboten sei.

UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino sagte: "Der Kampf gegen Spielmanipulationen verlangt einen gemeinsamen europäischen Lösungsansatz der Regierungen und Sportdachverbände. Die UEFA ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis dieses Treffens, das einen großen Schritt in die richtige Richtung darstellte. Wir freuen uns darauf, zu sehen, wie die geleistete Arbeit von den EU-Sportministern bei ihrem nächsten Treffen im Oktober aufgenommen werden wird."

Das Treffen, das von der polnischen EU-Präsidentschaft organisiert wurde, brachte die Sportminister von Polen, dem Vereinigten Königreich, Ungarn, Italien und Portugal sowie offizielle Delegationen aus Zypern, Frankreich, Spanien und Dänemark zusammen. Die UEFA war zusammen mit dem Europäischen Handballverband (EHF), dem Internationalen Basketballverband (FIBA) Europas und dem Europäischen Olympischen Komitee (EOC) ebenfalls zu diesem Treffen in Polen eingeladen. Die Organisationen machten zusätzliche Vorschläge, die dabei helfen werden, die Meinung des Rats der Europäischen Union zu Spielmanipulationen zu bilden.

Alle Repräsentanten vor Ort waren eindeutig der Meinung, dass die EU die moralische Verantwortung habe, konkrete Maßnahmen gegen Spielmanipulationen auf EU-Niveau zu ergreifen. Außerdem kam man bei dem Treffen zu der Meinung, dass ein politischer Wille existiert, ein spezifisches legales Rahmenkonstrukt in allen EU-Staaten einzuführen, um Spielmanipulationen zu bekämpfen. Die UEFA empfahl, dass Spielmanipulationen in Zukunft als Verbrechen gewertet werden sollten. Die Repräsentanten betonten, dass sie der Ansicht seien, dass die Sportverbände im Kontext der Sportwetten geistiges Eigentum besitzen.

Bei dem Treffen wurde festgestellt, dass verantwortungsbewusstes Regieren die Basis des Kampfs gegen Spielmanipulationen bildet. Das finanzielle Fairplay wurde als Beispiel verantwortungsbewussten Regierens herausgestellt. Schließlich wurden die Notwendigkeit zur engen Kooperation zwischen den öffentlichen Behörden und Sportorganisationen sowie die Schlüsselrolle der Erziehung bei der Verhinderung von Spielmanipulationen herausgestellt.

Die Ergebnisse dieser Konsultationen in Gdansk werden in Sport-Arbeitsgruppen der EU und beim informellen Treffen der EU-Sportminister im Oktober weiter diskutiert werden. Der EU-Rat zu Ausbildung, Jugend, Kultur und Sport wird im November 2011 ein Fazit beschließen.

Der Kampf gegen Korruption im Sport: Lesen Sie hier mehr über das Treffen zwischen den Sportministern der EU-Mitgliedsstaaten und Repräsentanen aus der Welt des Sports.