EURO 2016: Eine spaßige, freundschaftliche und verantwortungsvolle Veranstaltung

Die "Bürgerpflicht auf sämtlichen organisatorischen Ebenen" seitens der UEFA und von EURO 2016 SAS wird in dem Bericht der UEFA EURO 2016 in Bezug auf Soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit besonders hervorgehoben.

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Der Bericht der UEFA EURO 2016 in Bezug auf Soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit hebt die Bemühungen vor, die unternommen wurden, um sicherzustellen, dass die UEFA EURO 2016 eine positive Auswirkung in Frankreich hinterlassen hat.

Die Strategie, die von der UEFA und EURO 2016 SAS entwickelt wurde, verfolgte klare Prioritäten, wie vollständiger Zugang für Menschen mit Behinderung, ein tabakfreies Turnier, ein Anti-Diskriminierungs-Überwachungsprogramm und die Umwelt.

EURO 2016 SAS hatte sich bei der Global Compact Initiative der UN angemeldet, und diese Nachhaltigkeitspriorität beinhaltete Aspekte wie Transport und Mobilität, Abfallmanagement, Energie- und Wasseroptimierung sowie verantwortungsbewusste Beschaffung.

Jacques Lambert, der Präsident von EURO 2016 SAS, unterstrich vor dem Turnier: "Alle Veranstalter jeglicher Events haben eine wirtschaftliche und eine soziale Verantwortung sowie eine Verantwortung gegenüber der Umwelt. Egal, ob die Veranstaltung auf weltweiter, auf lokaler oder auf Bezirksebene stattfindet. In diesem Sinne ist es genau das, was nachhaltige Entwicklung unter Berücksichtigung der Bürgerpflicht auf sämtlichen organisatorischen Ebenen bedeutet."

Daraus resultierend erhielten die Tätigkeiten der UEFA EURO 2016 ein Nachhaltigkeitszertifikat (ISO 20121).

Diese Werte zu implementieren war ein wesentliches Unterfangen, bei einem Turnier, an dem 24 Mannschaften in zehn Austragungsstädten, mit 2,5 Millionen Zuschauern in den Stadien während 51 Spielen teilnahmen.

Einige der wichtigsten Fakten:

  • Zugang für alle: 17 000 Tickets für behinderte Fans
  • Tabakfreiheit: Alle zehn Stadien wurden zu Nichtraucher-Stadien erklärt
  • Vielfalt: Nur acht Vorfälle von Rassismus/Diskriminierung wurden bekannt, zwei davon wurden sanktioniert
  • Fankultur: 19 Fan-Botschaften
  • Öffentlicher Transport: 300 000 zusätzliche Plätze wurden geschaffen, um zu den Stadien zu gelangen, wodurch 35 000 Tonnen CO2 kompensiert wurden
  • Abfall: Recycling-Quote von 38%, zehn Tonnen an Lebensmitteln wurden an NGOs gespendet
  • Energie: 30 000 Liter Kraftstoff gespart, erneuerbare Energien durch drei Stadien erworben
  • Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen: 71% der Gegenstände wurden in Europa produziert. 2,5 Millionen Tickets wurden auf FSC zertifiziertem Papier produziert.

Zur Einhaltung der ISO 20121-Zertifikation wurden während der Spiele verschiedene Kotrollen durchgeführt.

Die UEFA verpflichtet sich dazu, aus den Erfahrungen der UEFA EURO 2016 für die UEFA EURO 2020 und andere Veranstaltungen zu lernen. Dies wird eine noch größere Herausforderung, findet das Turnier doch in 13 Austragungsländern statt.

UEFA-Turnierdirektor Martin Kallen sagte: "Die Arbeit hat bereits begonnen. Wir wollen unsere zukünftigen Veranstaltungen noch sozial verantwortlicher und nachhaltiger machen. Es braucht die Energien aller Teilnehmer der Fußballwelt, um dieses Ziel zu erreichen."