Frieden und Versöhnung durch Fußball

Seit fast zwei Jahrzehnten arbeiten die "Open Fun Football Schools" im Sommer mit Kindern und Erwachsenen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen zusammen.

©CCPA OFFS

Mehr als 25 000 Mädchen und Jungen sowie 5 000 freiwillige Trainer und Organisatoren nehmen am "Open Fun Football Schools"-Programm (OFFS) teil, das von der UEFA unterstützt wird. Dieses Projekt möchte den Fußball dazu nutzen, Brücken zwischen Konfliktregionen zu schlagen und Menschen mit verschiedenen ethnischen, sozialen oder religiösen Hintergründen zusammenbringen.

Das Programm, das von der "Cross Cultures Project Association" (CCPA), einem Partner der UEFA im Bereich der sozialen Verantwortung, geleitet wird, läuft in den Monaten August und September in den Balkanstaaten, Osteuropa und im Südkaukasus.

"'Open Fun Football School' macht sich die Energie des Spiels zunutze, um Menschen über kulturelle Grenzen hinaus zusammenzubringen", erklärt Anders Levinsen, Gründer und CEO der "Open Fun Football Schools".

"Wir bilden die Trainer in unserer ganzheitlichen Trainerphilosophie aus, zu der der Kopf, Herz und die Beine gehören – Kreativität, Empathie und technische Fähigkeiten – um ein Gemeinschaftsgefühl auf Basis eines gesunden Lebensstils, sozialen Werten und Know-how herzustellen."

Deshalb konzentriert sich diese Methode auf Aktivitäten, die motivierend und bedeutsam sind. Sie möchte Wissen und Leidenschaft nutzen, um Aktion und Wandel hervorzurufen, sodass sowohl Kindern als auch Erwachsenen alternative Wege und Positionen zum Konflikt geboten werden.

Das Programm, das in diesem Sommer 40 Prozent weibliche Teilnehmer hatte, ist bei Teilnehmern sehr er erfolgreich.

"Wir haben gelernt, dass man alleine kein Fußballspiel gewinnen kann und weil Kroaten, Bosnier und Serbien zusammen in einem Team spielen, müssen wir miteinander sprechen", sagte Maglaj, ein bosnischer Schüler.

"Sport macht Spaß und viele Menschen lieben ihn. Kultur und Ethnizität setzen keine Grenzen im Sport. Fußball ist eine gemeinsame Sprache, die alle sprechen."

Seit 1998 haben die "Open Fun Football Schools" mehr als 950 000 Kinder, 52 000 Eltern und 79 000 freiwillige Helfer aus konfliktreichen Gegenden erreicht. Zusätzlich wurden 36 000 lokale Trainer in kommunenspezifischen und kindgerechten Ansätzen ausgebildet.