Nachhaltigkeits-Initiativen im Rampenlicht

Von Stadien zu Fans, über Versorger und Partner und natürlich auch die UEFA-Arbeitskräfte - jede Interessengruppe im Fußball sollte sich an der Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit beteiligen.

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Die UEFA widmet sich intensiv der Aufgabe, konkrete Entwicklungen zur Nachhaltigkeit in Gang zu setzen.

Seit 2007 arbeitet man mit der Organisation "Climate Friendly" zusammen, um den CO2-Ausstoß der UEFA-Mitarbeiter auf ihren Flügen zu messen und auszugleichen – hierbei handelt es sich durchschnittlich um 20 000 Tonnen im Jahr (das Äquivalent dazu sind 2,85 Milliarden Fußbälle), was rund 200 000 Euro im Jahr kostet.

Außerdem werden die UEFA-Angestellten dazu ermutigt, sich eigenverantwortlich an Tipps und Tricks zur Nachhaltigkeit zu halten, durch welche sie sogar Zeit sparen, Kosten reduzieren und ihr persönliches Wohlbefinden verbessern können.

Bei der UEFA EURO 2016 möchte die UEFA weitere Erfahrungen zum Managements sozialer, ökonomischer und ökologischer Auswirkungen eines solchen Turniers sammeln, um so wirksame Praxiserfahrungen auch für andere europaweite Veranstaltungen zu erwerben.

Das Ziel besteht darin, die Auswirkungen des Turniers auf die Umwelt zu begrenzen und das Zertifikat ISO 2012-1 zu erhalten, wie es anderen Sportveranstaltungen, etwa den Olympischen Spielen in London 2012 oder den French Open, schon gelungen ist.

Auf den Gebieten des öffentlichen Nahverkehrs und des Transports, der Müllverarbeitung, der Energieoptimierung sowie der Barrierefreiheit und des Kampfes gegen Diskriminierung sind weitreichende konkrete Maßnahmen geplant.

Die Besucher der UEFA EURO 2016 werden beispielsweise dazu ermutigt, öffentlichen Personennahverkehr zu benutzen, während für sie außerdem ein Öko-Rechner entworfen wurde. Mit diesem Online-Tool wird gemessen, wie viel Treibhausgas jede Reise nach Frankreich in die Atmosphäre abgibt – wieder werden Fußbälle voller CO2 als Äquivalent gewählt. Fans können so eventuell bessere Optionen zur Anreise wählen oder ihre Emissionen ausgleichen.

Die Summen, die durch das Emissionsaustauschprogramm der UEFA für Flüge zusammenkommen, werden in ein Windfarmprojekt (Prony und Kafeate) investiert, wobei in Neukaledonien, einem französischen Territorium im Pazifischen Ozean, erneuerbare Energie erzeugt wird.

Für die UEFA EURO 2016 und darüber hinaus baut die UEFA auf eine enge Zusammenarbeit mit allen Interessengruppen – der Fußballfamilie, den Sponsoren, den Partnern, den Behörden und den Medien – sowie auf die Fähigkeit des Fußballs, konstruktives Verhalten zu fördern, um so ein positives Vermächtnis der UEFA EURO 2016 zu schaffen.