Entwicklung im Fokus beim Medizin-Gipfel

Das sechste Medizinische Symposium der UEFA starte am Mittwoch in Madrid, wobei die Entwicklung eines der Schlüsselthemen der dreitägigen Veranstaltung mit europäischen Experten ist.

RFEF-Präsident Ángel María Villar Llona eröffnete das Medizinische Symposium der UEFA 2014 in Madrid
RFEF-Präsident Ángel María Villar Llona eröffnete das Medizinische Symposium der UEFA 2014 in Madrid ©Sportsfile

Die Entwicklung ist das Hauptthema beim sechsten Medizinischen Symposium der UEFA - eine Veranstaltung, bei der medizinische Experten aus den 54 Mitgliedsverbänden sowie von einigen europäischen Spitzenvereinen zusammenkommen.

In seiner Eröffnungsrede betonte Dr. Michel D'Hooghe - Vorsitzender der Medizinischen Kommission der UEFA -, dass das Symposium, welches seit 2002 alle vier Jahre stattfindet, "die Schlüsselrolle, welche die Medizin in unserem Sport einnimmt, würdigt". Bezug nehmend auf das Hauptthema der Tagung - organisiert in Zusammenarbeit mit dem Königlich Spanischen Fußballverband (RFEF) - sprach er über die Entwicklung der Prävention von Verletzungen, die spezifischen Bedürfnisse im Bezug auf die Entwicklung des Frauenfußballs, die Fortschritte im Kampf gegen Doping und über die Bedeutung des psychologischen Ansatzes im modernen Fußball.

RFEF-Präsident Ángel María Villar Llona und Chief Medical Officer Dr. Helena Herrero sprachen ebenfalls am Eröffnungstag. Der Präsident hieß die versammelten Gäste willkommen und betonte, dass "Sie für mich die besten Ärzte und medizinischen Spezialisten sind, die es gibt, und es ist eine Ehre, Sie bei uns zu haben."

"Ich habe selbst viele Jahre lang Fußball gespielt und ich muss sagen, dass sich die Medizin enorm entwickelt hat", meine er weiter. "Bei der UEFA hat sich das entwickelt, weil die Leute innerhalb der UEFA - angeführt von Präsident Michel Platini - Verantwortung dafür übernommen haben, dass sich die Dinge entwickeln. Als Präsident des RFEF habe ich gelernt, diese Angelegenheit sehr ernst zu nehmen. Ich habe festgestellt, dass man dem mehr Beachtung schenken sollte, um die Entwicklung innerhalb des Sports zu gewährleisten."

Der RFEF-Präsident würdige außerdem den ehemaligen spanischen - und am letzten Wochenende verstorbenen - Nationaltrainer Luis Aragonés und betonte, wie wichtig ihm der medizinische Aspekt in diesem Spiel war. "Luis Aragonés war an den medizinischen Gesichtspunkten im Fußball sehr interessiert. Er war ein Trainer, der es verstand, wie wichtig erfahrene Ärzte im Fußball sind und wie wichtig es war, Ergebnisse zu erzielen."

Der Vorsitzende der Anti-Doping- und medizinischen Einheit der UEFA - Marc Vouillamoz - und der Manager der Anti-Doping- und medizinischen Einheit der UEFA - Mike Earl - lieferten einen Einblick in die Arbeit der medizinischen Einheit im Europäischen Fußballdachverband. Die Präsentation gewährte einen detaillierten Einblick in die medizinischen Vorschriften der UEFA, die Wissenschafts- und Forschungsprogramme, die Richtlinien hinsichtlich der minimalen medizinischen Anforderungen, das Ausbildungsprogramm für Fußballärzte und in das Forschungsstipendium-Programm, welches die UEFA zur Unterstützung von fußballbezogenen Forschungsprojekten ins Leben gerufen hat.

Darüber hinaus wurde die UEFA-Eliteklub-Verletzungsstudie hervorgehoben, die anschließend vom Vizepräsident der Medizinischen Kommission der UEFA - Professor Jan Ekstrand - genauer erläutert wurde, nachdem dieser für das Projekt seit seinem Start 2001 verantwortlich ist. Er beleuchtete dabei einige der Ergebnisse der Studie, einschließlich der Hinweise auf den Einfluss von Verletzungen auf den Erfolg einer Mannschaft auf dem Rasen.

Der erste Tag endete mit einer Sitzung bezüglich der Anti-Doping-Haltung der UEFA, geleitet von Mogens Kreutzfeldt - Präsident des Anti-Doping-Auschusses der UEFA -, Caroline Thom - Medizin- und Anti-Doping-Projektmanagerin - und von Martial Saugy - führender Dopinganalyst. Dabei wurden Details zum Kampf der UEFA gegen Doping eröffnet, sowie die Bedeutung von Dopinkontroll-Offiziellen und Erziehungskursen bei UEFA-Jugendturnieren. Außerdem wurde ein Einblick in die Anti-Doping-Labors und ihre Wirksamkeit während der UEFA EURO 2008 und der UEFA EURO 2012 gegeben.