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Minimale medizinische Anforderungen für UEFA-Spiele und Turniere

Minimale medizinische Anforderungen für UEFA-Spiele und Turniere
Die minimalen medizinischen Anforderungen dienen den Spielern bei UEFA-Spielen ©Getty Images

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In ihren kontinuierlichen Bemühungen, die Gesundheit aller an UEFA-Spielen beteiligten Menschen zu schützen, hat die Medizinische Kommission der UEFA ab Beginn der Saison 2012/13 die minimalen medizinischen Anforderungen (MMA) für Spieler, Teamoffizielle, Schiedsrichterteams und Spieloffizielle bei Spielen und Turnieren festgelegt. Diese Anforderungen sind in der Medizinischen Verordnung der UEFA zusammengefasst und dienen dazu, um einen Mindeststandard von Geräten und medizinischen Leistungen für Unfälle bei Spielen, die das Leben bedrohen oder zu bleibenden Schäden führen könnten, zu gewährleisten.

Der gastgebende Verein oder der nationale Verband sind dazu verpflichtet, ein Mindestmaß an medizinischen Diensten in vier wichtigen Bereichen zur Verfügung zu stellen:

•  Medizinische Ausrüstung am Spielfeldrand (z.B. Defibrillator, Trage, Wiederbelebungsgeräte)

• Krankenwagen (mit Advanced Life Support)

• Medizinisches Team (inklusive einem Arzt für den Spielfeldrand und ein Trage-Team)

Medizinische Notfallraumausstattung (mit Notfallmedikamenten und medizinischen Materialien)

Darüber hinaus muss der Gastgeber der/den Gastmannschaft(en) im Vorfeld des Spiels oder des Turniers den medizinischen Plan des Stadions übergeben – wo Notausgänge und Fluchtwege gekennzeichnet sind, Kontaktdaten hinsichtlich des medizinischen Teams des Gastgebers oder Adressen und Nummern von lokalen Krankenhäusern zu finden sind.

Die MMA-Anforderungen dienen dazu, bei UEFA-Wettbewerben eine standardisierte Mindesthilfe zu gewährleisten, und damit die Gastmannschaften und deren medizinische Teams einen gewissen Standard vorfinden können, egal in welchem Land eine Partie stattfindet. Das medizinische Equipment wird von einem UEFA-Delegierten einen Tag vor der Partie während der offiziellen Matchday-1-Training-Session und am Spieltag selbst inspiziert. Vereine und Verbände, die den MMA-Anforderungen nicht nachkommen, werden wegen eines Verstoßes an die UEFA-Kontroll- und Disziplinarkammer weitergeleitet.

Die MMA werden von der Medizinischen Kommission der UEFA jedes Jahr überprüft, um sicherzustellen, dass die medizinischen Bedürfnisse von Spielern und Offiziellen mit der geringst möglichen Belastung für die Vereine und Verbände bei der Bereitstellung von Ausrüstungen und Dienstleistungen erfüllt werden können. Flexibilität ist ebenfalls ein wichtiger Punkt der Anforderungen, um auf lokale Verschiedenheiten, wie zum Beispiel unterschiedliche Marken von Notfallmedikamenten in unterschiedlichen Ländern, reagieren zu können.

Zusätzlich zu den MMA verlangt die UEFA von den Gastgebern einer Endrunde einen kompletten medizinischen Serviceplan für das Turnier zu erarbeiten, der ein umfassendes Konzept hinsichtlich medizinischer Leistungen mit zusätzlichen Informationen zu Krankenhäusern, Screening-Einrichtungen, zahnärztlichen Leistungen und dem Erhalt von Rezepten und Impfbestimmungen für das Gastland enthält.

Die UEFA veröffentlicht einen Leitfaden zu den MMA in sieben Sprachen, die alle von UEFA.org heruntergeladen werden können.