Null Toleranz für Spielmanipulationen

Die UEFA verfolgt mit Nachdruck ihren Einsatz, um den Fußball von der Plage der Spielmanipulationen zu befreien - UEFA-Präsident Aleksander Čeferin ist das eine "Krankheit, die den Sport in seinem Kern angreift"

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin hat seine Entschlossenheit unterstrichen, gegen Spielabsprachen vorzugehen
UEFA-Präsident Aleksander Čeferin hat seine Entschlossenheit unterstrichen, gegen Spielabsprachen vorzugehen ©UEFA

Die UEFA verstärkt ihre Bemühungen im Kampf gegen Spielmanipulationen im Fußball.

Beim Treffen der UEFA-Arbeitsgruppe Spielmanipulationen in Rom hob UEFA-Präsident Aleksander Čeferin seine feste Entschlossenheit hervor, den Sport von der, wie er sagte, "Krankheit zu befreien, die den Sport in seinem Kern angreift".

"Eine meiner wichtigsten Missionen als UEFA-Präsident ist es, die Kampagne zum Schutz der Integrität unseres Sportes zu forcieren und die Spielmanipulation, illegale Wetten und Bestechung zu stoppen", sagte er.

"Spielabsprachen können und werden nicht toleriert werden, dieses Übel muss aus dem Fußball verbannt werden."

Aleksander Čeferin unterstrich, dass die UEFA und die Fußballfamilie im Kampf gegen Spielabsprachen nicht allein agieren können.

"Wir müssen auch die Unterstützung und Kooperation der Regierungsbehörden und der Polizeikräfte in ganz Europa erhalten", fügte er hinzu.

Derzeit verstärkt die UEFA ihre Bemühungen im Kampf gegen Spielmanipulationen durch die Schaffung einer neuen zentralen Stelle, die sich auf den Schutz des Fußballs konzentriert. Einbezogen werden hierbei die gegenwärtigen Disziplinar-, Antidoping- und Integritätsabteilungen.

Beim vierten Treffen der UEFA-Arbeitsgruppe Spielmanipulationen nahmen Delegierte von EUROPOL, des Europarats, der nationalen Kriminalbehörde und der Glückspielkommission von Großbritannien, von französischen und italienischen Polizeikräften sowie andere Vertreter von Strafverfolgungsbehörden und Glücksspielaufsichtsbehörden in ganz Europa teil.

Die UEFA unterstrich den Erfolg ihres Integrationsprogramms für die UEFA EURO 2016, als es keinerlei Integritätszwischenfälle gab.

Das Programm beinhaltete Ausbildung, Monitoring und die Kooperation mit den Interessensvertretern, während die 24 teilnehmenden Mannschaften und die EURO-Schiedsrichter Briefings erhielten.

Das UEFA-Wettbewerbsüberwachungssystem bezüglich Wetten beobachtet in jedem Jahr mehr als 30.000 UEFA- und nationale Wettbewerbsspiele auf Auffälligkeiten. Beim Treffen wurde die jüngste Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs zum Fall KF Skënderbeu begrüßt, die einen wichtigen Weg für künftige Prozeduren im Kampf gegen Spielmanipulationen eröffnet.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe erfuhren auch wichtige Neuigkeiten über die momentanen Gefahren, die dem europäischen Fußball durch kriminelle Organisationen drohen, die europäische Fußballklubs kaufen, um dort ihr Geld durch Spielmanipulationen und entsprechende Wetten zu waschen.

Die UEFA-Arbeitsgruppe Spielabsprachen traf sich in Rom
Die UEFA-Arbeitsgruppe Spielabsprachen traf sich in Rom©UEFA