Anti-Doping-Aufklärung für U19-Spieler

"Seid wachsam und einer erfolgreichen Karriere steht nichts im Wege". Dies war die Botschaft bei der UEFA-U19-Europameisterschaft von den UEFA-Anti-Doping-Experten an die teilnehmenden Spieler.

©Sportsfile

Die neunte UEFA-U19-Europameisterschaft gab der UEFA die perfekte Möglichkeit, um zukünftige Fußballstars vor Doping zu warnen und ihnen die Anti-Doping-Prozeduren näher zu bringen.

Geleitet wurde das Seminar vom Vorsitzenden des UEFA-Anti-Doping-Ausschusses und Mitglied des Medizinischen Komitees, Dr. Jacques Liénard, sowie von der Anti-Doping-Beauftragten Caroline Thom. Alle acht teilnehmenden Mannschaften erhielten Unterricht und konstruktive Richtlinien im Hinblick auf die notwendigen Prozeduren, die während einer Saison in allen europäischen Stadien durchgeführt werden.

Thom machte den Jugendlichen dabei sofort klar, worum es geht. "Jeder ist selbst dafür verantwortlich, wenn etwas im Körper gefunden wird", warnte sie die Spieler. "Seid sehr vorsichtig. Insgesamt wurden im Jahr 2008 von der WADA - der Weltweiten Anti-Doping-Agentur - 33,445 Proben genommen. Davon waren 78 positiv."

Die Anti-Doping-Beauftragte informierte die Seminar-Teilnehmer über die Prozedur bei einer möglichen Doping-Probe, egal ob direkt nach einem Wettbewerb oder während einer Trainingspause. Dabei erklärte sie das Verfahren mit der Urinprobe und die dazugehörigen Bestimmungen.

Dr. Liénard belehrte die Spieler über die Liste der verbotenen Substanzen und Ausnahmeregelungen bei Bekämpfungen von Krankheiten. So könne ein Spieler, der an Asthma oder Diabetes erkrankt ist, aus medizinischen Gründen mit einer entsprechenden Genehmigung auch verbotene Substanzen einnehmen. "Besonders vorsichtig muss man bei im Internet bestellten Nahrungsergänzungsmitteln sein. Laut einer Studie eines von der WADA beauftragtem Labor enthielten 15% der Nahrungsergänzungsmittel aus 15 Ländern eine Form von Steroiden."

Die Spieler wurden daran erinnert, dass sie sich bei der Einnahme von Medikamenten stets an die Vorgaben der WADA halten sollen. So kann es nämlich vorkommen, dass Produkte der gleichen Marke und mit dem selben Namen in verschiedenen europäischen Ländern unterschiedliche Inhaltsstoffe haben. Außerdem wurde anhand von Beispielen erklärt, wie lange eine Substanz im Körper nachweisbar bleibt.

Dr. Liénard beendete das Seminar, in dem er an die Spieler appellierte, zu Mannschaftsärzten immer ein gutes Verhältnis aufzubauen. Bei Zweifeln oder Fragen sollte man nie zögern, einen Experten zu befragen. "Seid wachsam und einer erfolgreichen Karriere steht nichts im Wege." Die Spieler bekamen abschließend noch zwei Broschüren. "Diese Informationen können Fußballkarrieren retten" sowie "Prozedere bei UEFA-Doping-Kontrollen", die in allen Muttersprachen verfügbar waren.