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Anti-Doping

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Die UEFA gilt als einer der weltweit führenden Mannschaftssportverbände im Kampf gegen Doping. Sie ist ständig bemüht, sicherzustellen, dass ihre Ausbildungs- und Testprogramme auf dem neuesten Stand der Wissenschaft sind und ihre Arbeit in allen Bereichen der Prävention und Aufdeckung den bewährten Praktiken entspricht.

Jeder Spieler in einem UEFA-Wettbewerb kann zu jeder Zeit zu einem Dopingtest gebeten werden. Dopingkontrollen können Blut- und Urinproben beinhalten, sowie ein Screening nach Substanzen wie EPO und menschliche Wachstumshormone. Diese Kontrollen finden ohne Ankündigung statt. Kontrollen können im Rahmen des Wettbewerbs (nach einer Partie), oder außerhalb des Wettbewerbs (etwa bei einer Trainingseinheit, aber auch im Haus, bzw. in der Wohnung des Spielers) stattfinden.

Der Biologische Athletenpass ist ein wesentlicher Faktor von UEFAs Kontrollstrategie. Die UEFA nimmt Blut- und Steroid-Profile unter die Lupe. Dadurch erhält man einen Überblick der Biomarker im Blut und Urin der Spieler. Auf lange Sicht gesehen können Schwankungen in den Blut- und Steroid-Profilen Hinweise auf Doping sein. Außerdem erhält man so Anhaltspunkte für weitere Zielkontrollen.

Die UEFA lagert alle Proben, die in der UEFA Champions League, UEFA Europa League, UEFA-Superpokal und UEFA-Europameisterschaft entnommen wurden, bis zu zehn Jahre lang ein. Damit ist gewährleistet, dass zu einem späteren Zeitpunkt weitere Analysen vorgenommen werden können, etwa wenn neue Erkenntnisse vorliegen oder neue Analysetechniken entwickelt wurden. Bei einem Dopingvergehen kann dank der langfristigen Einlagerung auch noch zehn Jahre danach eine Strafverfolgung eingeleitet werden. Dies ist als wesentlicher Abschreckungseffekt zu werden.

Die UEFA hat Kooperations-Vereinbarungen mit fast 30 Nationalen Doping Agenturen (NADAs) in ganz Europa unterzeichnet. Auf Basis dieser Vereinbarungen koordinieren die UEFA und die NADAs ihre Anti-Doping-Programme und Testaktivitäten. Dabei werden Informationen und bewährte Praktiken ausgetauscht. Dank dieser Vereinbarungen ist außerdem gewährleistet, dass die UEFA ein vollständiges Bild von den nationalen Dopingtests der Spieler quer durch Europa erhält.

Zur Veranschaulichung des Kontrollumfangs der UEFA gibt es folgende Zahlen: In der Saison 2015/16 wurden im Rahmen der EURO 2016 insgesamt 2242 Kontrollen vorgenommen. Insgesamt sammelte die UEFA in den anderen Vereins- und Nationalmannschaftswettbewerben 2542 Proben.

UEFAs Dopingkontrollen werden komplett von UEFAs eigenen Dopingkontrolleuren (DCOs) durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von 55 Ärzten aus 27 verschiedenen Ländern. Neue DCOs absolvieren UEFAs umfangreiches Trainingsprogramm und alle DCOs erhalten regelmäßig eine Auffrischung, damit Verbesserungen hinsichtlich der Qualität der Dopingkontrollen vorgenommen werden können. Ziel ist ein einheitlich hoher Durchführungsstandard.

Ein begleitendes Sensibilisierungsprogramm richtet sich vor allem an junge Spielerinnen und Spieler. Diese werden bei allen UEFA-Juniorenturnieren über die Gefahren von Doping aufgeklärt und erhalten entsprechendes Lehrmaterial, um ihr Bewusstsein für diese Problematik zu steigern.

Letzte Aktualisierung: 02.03.17 16.51MEZ