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Anti-Doping

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Die UEFA gilt als einer der weltweit führenden Mannschaftssportverbände im Kampf gegen Doping. Sie ist ständig bemüht, sicherzustellen, dass ihre Ausbildungs- und Testprogramme auf dem neuesten Stand der Wissenschaft sind und ihre Arbeit in allen Bereichen der Prävention und Aufdeckung den bewährten Praktiken entspricht.

Jeder Spieler in einem UEFA-Wettbewerb soll nicht nur nach einem Spiel kontrolliert werden können, sondern auch im Training. Dopingkontrollen können Blut- und Urinproben beinhalten sowie ein Screening nach Substanzen wie EPO und menschliche Wachstumshormone. Diese Kontrollen finden ohne Ankündigung statt.

Während der Saison 2014/15 nahm die UEFA in all ihren Wettbewerben insgesamt 2.388 Proben (2.073 Urin und 315 Blut), davon 1.700 alleine (1.401 Urin und 299 Blut) in der UEFA Champions League und UEFA Europa League. In der UEFA Champions League wurden sowohl bei Spielen als auch im Training Kontrollen durchgeführt. In keinem dieser Wettbewerbe gab es einen positiven Befund. In den übrigen Wettbewerben hat die UEFA 688 Proben genommen.

Für die Saison 2015/16 führt die UEFA dem Biologischen Sportlerpass den steroidalen Baustein hinzu. Dadurch können über einen längeren Zeitraum die steroidalen Werte des Sportlers gemessen werden, so dass mithilfe von Urinproben ein Steroidprofil erstellt werden kann. Schwankungen in einem Steroidprofil könnte auf Steroiddoping hindeuten, außerdem werden Erkenntnisse im Hinblick auf mögliche gezielte Kontrollen einzelner Spieler gewonnen. Dadurch bleibt das Testprogramm der UEFA eines der führenden in der Dopingbekämpfung.

Zusätzlich wird in der Saison 2015/16 von der UEFA ein Programm zur langfristigen Lagerung der Dopingproben eingeführt, um für noch mehr Abschreckung zu sorgen. Die UEFA erreicht so eine Position, die es ihr ermöglicht, Proben zu einem späteren Zeitpunkt nochmals analysieren zu können, insofern neue Erkenntnisse vorliegen oder neue Analysetechniken entwickelt werden.

Teilnehmer der UEFA Champions League haben für diese Saison Kooperationsvereinbarungen mit den Nationalen Anti-Doping Organisationen (NADO) unterschreiben. Vereinbarungen gibt es schon in verschiedenen Ländern, weitere Übereinkünfte werden folgen, da sich das Programm in ganz Europa verbreitet. Diese Kooperation macht eine harmonischere Testplanung möglich, reduziert unnötige Doppeltests und beinhaltet die Informationsweitergabe hinsichtlich biologischer Profile von Spielern sowie von Datenerkenntnissen, um potenzielle Dopingfälle aufdecken zu können.

Die Saison 2015/16 endet mit der UEFA EURO 2016 in Frankreich. Die UEFA plant ein umfangreiches Testprogramm des auf 24 Teams erweiterten Turniers. Die UEFA wird ab Januar Tests bei allen Endrunden-Teilnehmern durchführen. Geplant ist eine Kombination aus Urin-, Blut- und Serumproben, jeweils nach Spielen und in der wettbewerbsfreien Zeit. Auch bei allen 51 Spielen in Frankreich wird es Tests geben. Mindestens zwei Spieler jeder Mannschaft werden pro Spiel getestet.

UEFAs Dopingkontrollen werden komplett von UEFAs eigenen Dopingkontrolleuren (DCOs) durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von 56 Ärzten aus 27 verschiedenen Ländern. Ein neues Test-Entwicklungsprogramm wird die Leistungen der DCOs bei Dopingkontrollen überprüfen. Die UEFA und die DCOs erhalten Feedback, damit - falls notwendig - Verbesserungen hinsichtlich der Qualität der Dopingkontrollen vorgenommen werden können. Ziel ist ein einheitlich hoher Durchführungsstandard.

Ein begleitendes Sensibilisierungsprogramm richtet sich vor allem an junge Spielerinnen und Spieler. Diese werden bei allen UEFA-Juniorenturnieren über die Gefahren von Doping aufgeklärt und erhalten entsprechendes Lehrmaterial, um ihr Bewusstsein für diese Problematik zu steigern.

Letzte Aktualisierung: 13.02.17 19.43MEZ