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Der schwere Weg nach ganz oben

Die neue Generation der bulgarischen Fußballer orientiert sich an den von Hristo Stoitchko gesetzten Maßstäben.
Der schwere Weg nach ganz oben
Yordan Letchkov und Hristo Stoitchkov feiern Bulgariens 2:1-Sieg im WM-Viertelfinale 1994 gegen Deutschland ©Getty Images

Der schwere Weg nach ganz oben

Die neue Generation der bulgarischen Fußballer orientiert sich an den von Hristo Stoitchko gesetzten Maßstäben.

Als eine Gruppe bulgarischer Studenten von einer Reise aus Istanbul nach Hause zurückkehrte, wurde 1909 die erste offizielle Mannschaft gegründet.

Trotzdem dauerte es noch bis zum 1. Januar des Jahres 1923, bis der Bulgarische Nationalsportverband entstand. Ein Jahr später wurde Bulgarien Mitglied der FIFA, und 1924/25 trugen sechs Vereine die erste nationale Meisterschaft unter sich aus.

Bulgarien bestritt ebenfalls in diesem Jahr sein erstes Länderspiel. In Wien gegen Österreich setzte es eine 0:6-Pleite. Danach dauerte es ganze sechs Jahre bis zum ersten Erfolg. In Sofia gelang 1932 ein 5:3 gegen Rumänien, am Ende stand der erste Pokal in der Vitrine: Weil nicht nur Rumänien, sondern auch Jugoslawien und Griechenland das Nachsehen hatten, gewann Bulgarien den Balkan-Pokal.

1937 wurde dann die erste nationale Liga mit zehn teilnehmenden Mannschaften aus der Taufe gehoben. Der Meister wurde erstmals durch ein Punktesystem ermittelt. Mit dem BSF-Pokal gab es dann 1945 den ersten Pokalwettbewerb. 1954 trat der Bulgarische Fußballverband dem gerade gegründeten europäischen Verband, der UEFA, bei.

Bulgarien stand von da an unter kommunistischer Herrschaft, und viele der führenden Vereine repräsentierten staatliche Einrichtungen. Das bemerkenswerteste Beispiel war der PFC CSKA Sofia, die Armee-Mannschaft, und der PFC Levski Sofia, der in direktem Zusammenhang zum Innenministerium stand. Beide Vereine zusammen haben insgesamt über 70 wichtige Titel in Bulgarien gesammelt. Diese Tradition hat noch immer Bestand, denn nur der PFC Litex Lovech, der PFC Slavia Sofia, PFC Lokomotiv Plovdiv 1936 und PFC Ludogorets Razgrad sind die einzigen anderen Mannschaften, denen je der Gewinn der Meisterschaft gelang.

Internationale Erfolge blieben jedoch eher Mangelware. Eine Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko war noch der größte Erfolg für die Bulgaren. Trotzdem waren sie immerhin für sieben Weltmeisterschaften qualifiziert und schafften es 1994 in den USA nach einem Sieg gegen Titelverteidiger Deutschland sogar bis ins Halbfinale. In Europa ist ihre Bilanz nicht so beeindruckend. Vor der Qualifikation zur UEFA EURO 2004 in Portugal hatten sie bisher erst bei der EURO '96 teilgenommen.

Trotzdem hat Bulgarien zahlreiche Talente hervorgebracht. Der wohl großartigste Spieler seines Landes war Georgi Asparuhov. Der Mittelstürmer der Extraklasse von Levski starb 1971 bei einem Autounfall. Der berühmteste Name des bulgarischen Fußball aber ist Hristo Stoitchkov. Rekordtorschütze Dimitar Berbatov ist der namhafteste Export des Landes in den letzten Jahren.

Stoitchkov machte sich in den späten achtziger Jahren vor allem bei dem anderen Hauptstadtklub, beim CSKA, einen Namen als Torschütze vom Dienst. Sein Talent und seine Treffsicherheit brachten ihm sogar einen Vertrag beim FC Barcelona ein. Seine Berühmtheit stieg natürlich mit vier spanischen Meisterschaften in Folge sowie einem Pokal der europäischen Meistervereine in der Saison 1991/92 enorm an. 1994 wurde er zum Fußballer des Jahres in Europa gewählt. Er ist der Mann, an dem sich die neue Generation bulgarischer Fußballer ein Beispiel nimmt.

http://de.uefa.com/member-associations/association=bul/news/newsid=945362.html#der+schwere+weg+nach+ganz+oben

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Präsident

 

Borislav Mihaylov

Borislav Mihaylov

Nationalität: Bulgare
Geboren: 12. Februar 1963
Präsident seit: 2005

• Mit 102 Länderspielen ist Borislav Mihaylov Rekordnationalspieler Bulgariens. Zudem liegt ihm der Beruf als Torwart im Blut: Sein Vater Biser Mihaylov hielt in den 60er-Jahren für PFC Levski Sofia, sein Sohn Nikolai Mihaylov ist aktueller Nationalspieler.

• Borislav Mihaylov hat mit Levski jeweils drei Mal die Meisterschaft und den Bulgarischen Pokal gewonnen und spielte schon in Portugal, Frankreich, Italien und der Schweiz. Die Mannschaft um Spieler wie Hristo Stoichkov, Emil Kostadinov, Krasimir Balakov und Yordan Lechkov, die 1994 das Halbfinale der FIFA-Weltmeisterschaft erreichte, führte er als Kapitän auf den Platz.

• Nachdem er 1998 seine Karriere beendet hatte, wurde er 2000 Mitglied des Exekutivkomitees des Bulgarischen Fußballverbandes (BFS). 2001 wurde er Vizepräsident, bis er 2005 zum Präsidenten ernannt wurde. Er sagte: "Unser Ziel ist es, den Fußball auf allen Ebenen zu entwickeln - vom Kinder-, Jugend- und Frauenbereich bis hin zum Profifußball. Wir arbeiten in allen Bereichen eng mit der UEFA zusammen, um alle Bereiche bestmöglich zu fördern." 2009 folgte eine zweite Amtszeit, ehe Mihaylov im Februar 2014 erneut wiedergewählt wurde. 2011 wurde er zudem ins UEFA-Exekutivkomitee gewählt.

Generalsekretär

 

Borislav Popov

Borislav Popov

Nationalität: Bulgare
Geboren: 26. November 1955
Geschäftsführer seit: 2006

• Borislav Popov machte seinen Abschluss an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Sofia.

• Zuvor hatte er als Rechtsberater, als leitender Rechtsberater sowie als oberster Rechtsberater bei der Stadt Sofia und später bei der Regierung gearbeitet. Popov war auch Rechtsberater des früheren bulgarischen Präsidenten Petar Stoyanov (im Amt zwischen 1997 und 2002).

• Popov ist seit Juli 2006 Geschäftsführer des Bulgarischen Fußballverbands (BFU).

Verbands-Infos

  • Gegründet: 1923
  • UEFA-Mitglied: 1954
  • FIFA-Mitglied: 1924
  • Adresse: 26 Tzar Ivan Assen II Str. 1124 SOFIA
  • Telefon: +359 2 9426 202
  • Fax: +359 2 9426 200

Verbands-Koeff.

LandVereinePkt.
25AserbaidschanAserbaidschan2/417.750
26ZypernZypern1/417.550
27BulgarienBulgarien1/415.375
28KasachstanKasachstan1/415.250
29SerbienSerbien0/514.900
Letzte Aktualisierung: 07/12/2016 08:39 MEZ

Titel von Nationalteams

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