Union des Associations Européennes de Football

Endspiel der UEFA Europa League 2018 in Lyon

052 - Format der UEFA-Klubwettbewerbe 2018-21 endgültig festgelegt

Veröffentlicht: Freitag, 9. Dezember 2016, 17.37MEZ

Das UEFA-Exekutivkomitee hat heute im Haus des europäischen Fußballs in Nyon, Schweiz, getagt und die französische Stadt Lyon mit der Ausrichtung des Endspiels der UEFA Europa League 2018 betraut.

Für den UEFA-Klubwettbewerbszyklus 2018-21 wurden im Nachgang zu den im August getroffenen Entscheidungen die endgültigen Details bezüglich Eintrittsliste, Vereinskoeffizient und Einnahmenverteilung festgelegt.

Für den kommenden Zyklus wurde ferner beschlossen, in der UEFA Champions League zwei verschiedene Anstoßzeiten (zwei Spiele um 19.00 Uhr MEZ, sechs Spiele um 21.00 Uhr MEZ) einzuführen, damit die Fans mehr Spiele verfolgen können.

Mit der neuen Eintrittsliste haben weiterhin alle 55 Nationalverbände die Möglichkeit, sich für die Gruppenphasen beider Klubwettbewerbe zu qualifizieren. Es wird zudem sichergestellt, dass sämtliche in der Qualifikation zur UEFA Champions League ausgeschiedenen Meistervereine eine zweite Chance erhalten, indem sie in einen neu geschaffenen Meisterweg im Rahmen der Qualifikation zur UEFA Europa League überwechseln.

Bei der Berechnung des Vereinskoeffizienten wurde die 20 %-Gewichtung des Verbandskoeffizienten abgeschafft, um einen weiteren unfairen Vorteil für Vereine aus den Topverbänden sowie eine Bestrafung für Vereine mit guten individuellen Leistungen und schwachem Verbandskoeffizienten zu vermeiden. Der für die Erstellung der Setzliste verwendete Vereinskoeffizient wird anhand der Ergebnisse der letzten fünf Jahre berechnet, um der aktuellen Stärke des Vereins Rechnung zu tragen; für vergangene Titel werden keine Bonuspunkte vergeben. Der für die Einnahmenverteilung verwendete Vereinskoeffizient wird hingegen die letzten zehn Jahre abdecken und Bonuspunkte für frühere Titel beinhalten, um dem längerfristigen Beitrag der Vereine zum Markenwert und zur Popularität des Wettbewerbs Rechnung zu tragen. Diese Bonuspunkte werden wie folgt vergeben:

 UCL*  UEL* CWC*
Letzte 5 Jahre 12 3 
Ab 1992/93 8 2 2
Vor 1992/93 4 1 1

Auf Vorschlag des UEFA-Präsidenten wird eine zusätzliche Quersubventionierung in Höhe von EUR 50 Mio. aus der UEFA Champions League an die UEFA Europa League geleistet, und es wird ein zusätzlicher Betrag von EUR 10 Mio. – ebenfalls aus der UEFA Champions League – für Solidaritätszahlungen an in den Qualifikationsrunden ausgeschiedene Vereine bereitgestellt.

Ferner hat das Exekutivkomitee beschlossen, das umfassende Antidoping-Programm der UEFA weiter auszubauen und die Proben fortan zehn Jahre aufzubewahren, damit diese im Rahmen neuer Testverfahren erneut analysiert werden können.

Das UEFA-Exekutivkomitee hat die Bewerbungsgrundsätze für das Final-Four-Turnier der UEFA Nations League (5.-9. Juni 2019) genehmigt, das im Land eines der vier Halbfinalisten ausgetragen wird. Zu den wichtigsten Anforderungen gehören zwei Stadien mit einer Mindestkapazität von 30 000 Plätzen im Umkreis von 150 km, in denen je ein Halbfinale sowie das Spiel um den dritten Platz und das Endspiel stattfinden. Das Bewerbungsverfahren beginnt im Dezember 2017, die Wahl des Ausrichters erfolgt im Dezember 2018.

Ebenfalls genehmigt wurden die Grundsätze für die Paarung von Austragungsstädten für die UEFA EURO 2020. Es werden mehrere Listen von Paarungen erstellt, basierend auf sportlicher Stärke (davon ausgehend, dass sich alle Ausrichtermannschaften qualifizieren können), geografischen Kriterien (Distanz) und gegebenenfalls Einschränkungen aufgrund der Sicherheitslage / politischen Situation. Die UEFA-Administration wird fünf bis sechs Listen mit Städtepaarungen erstellen, die den oben genannten Kriterien allesamt Rechnung tragen – im November/Dezember 2017 wird dann eine dieser Listen ausgelost.

Das Bewerbungskonzept für die UEFA EURO 2024 wurde bestätigt; gemeinsame Bewerbungen (zwei oder mehr Verbände) werden zugelassen, wobei die automatische Teilnahme der Gastgeber an der Endrunde nur bei der gemeinsamen Bewerbung zweier Verbände gewährleistet ist. Die Mindestanforderungen für die Ausrichtung des Turniers sehen neun oder zehn Stadien vor, von denen zwei bis drei eine Kapazität von mindestens 50 000 Plätzen (vorzugsweise eines mit mindestens 60 000 Plätzen) aufweisen, drei Stadien mit einer Mindestnettokapazität von 40 000 Plätzen sowie vier Stadien mit einer Mindestnettokapazität von 30 000 Plätzen.

Der Zeitplan des Bewerbungsverfahrens sieht wie folgt aus:
• 9. Dezember 2016: Versand der offiziellen Bewerbungsaufforderung an die UEFA-Mitgliedsverbände
• 3. März 2017: Frist für die Einreichung der Interessenerklärung seitens der Nationalverbände
• 10. März 2017: Bekanntgabe der Bewerber durch die UEFA
• 27. April 2018: Frist für die Einreichung der Bewerbungsunterlagen bei der UEFA
• September 2018: Bestimmung des Ausrichters / der Ausrichter der UEFA EURO 2024

Das Bewerbungsverfahren für die Klubwettbewerbsendspiele 2019 wurde ebenfalls genehmigt; die Nationalverbände haben bis zum 27. Januar 2017 Zeit, um ihr Interesse bekanntzugeben. Bestimmt werden die Ausrichter im September 2017.

Für verschiedene Turniere wurden Ausrichter ernannt:

• UEFA-U21-Europameisterschaft – Italien 2019
• UEFA-U19-Europameisterschaft – Armenien 2019, Nordirland 2020
• UEFA-U17-Europameisterschaft – Republik Irland 2019, Estland 2020
• UEFA-U19-Frauen-Europameisterschaft – Schottland 2019, Georgien 2020
• UEFA-U17-Frauen-Europameisterschaft – Bulgarien 2019, Schweden 2020
• UEFA-Futsal-Pokal – Almaty, Kasachstan 2017

Die Prämien für die UEFA Women's EURO 2017, an der 16 Mannschaften teilnehmen werden, sind von EUR 2,2 Mio. (2013) auf EUR 8 Mio. beträchtlich angehoben worden. Alle Mannschaften, die in der Gruppenphase ausscheiden, erhalten EUR 300 000. Unterlegene Viertelfinalisten erhalten EUR 500 000 und für unterlegene Halbfinalisten gibt es EUR 700 000. Der Vize-Europameister bekommt EUR 1 Mio., für den Sieger sind EUR 1,2 Mio. vorgesehen.

Dem Exekutivkomitee wurde die Fairplay-Rangliste präsentiert: Die Verbände Norwegens (Fairplay insgesamt), Estlands (Verhalten der Zuschauer) und von Belarus (größte Verbesserung gegenüber der Vorsaison) erhalten je EUR 50 000, die an Amateur- oder Profivereine ihrer Wahl für Fairplay- bzw. respektbezogene Projekte gespendet werden müssen.

Schließlich wurde der Direktor der UEFA-Division Wettbewerbe, Giorgio Marchetti, zum stellvertretenden UEFA-Generalsekretär ernannt.

Die nächste Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees findet am 8./9. Februar in Nyon statt. 

 
Hinweis für Redakteure:
*UCL=UEFA Champions League; UEL= UEFA Europa League; CWC=UEFA-Pokal der Pokalsieger

Für weitere Informationen

UEFA Media & Public Relations:+41 848 04 27 27

  • Route de Genève 46
  • CH-1260 Nyon 2
  • Tel. +41 848 04 27 27
  • media@uefa.ch
  • Twitter @UEFA
  • UEFA.com

http://de.uefa.com/mediaservices/newsid=2430055.html#endspiel+uefa+europa+league+2018+lyon

Pressemitteilungen