UEFA fördert weiter den Frauenfußball in Europa

UEFA-Vertreter reisen kreuz und quer durch Europa und halten mit Nationalverbänden eine Reihe von Workshops ab, um den Frauenfußball weiter nach vorne zu bringen.

In Nordirland fand der erste "Together #WePlayStrong"-Workshop statt
In Nordirland fand der erste "Together #WePlayStrong"-Workshop statt ©Press Eye (Belfast)

Im Rahmen der Vorbereitungen für eine auf fünf Jahre angelegte Kampagne, um den Frauenfußball zur teilnehmerstärksten Sportart in Europa zu machen, reisen UEFA-Vertreter kreuz und quer durch Europa und halten mit Nationalverbänden eine Reihe von Workshops ab.

Den Anfang machte Nordirland, die nächsten Stationen heißen England, Deutschland, Niederlande, Frankreich, Finnland, Norwegen, Schweden, Dänemark und Wales.

Die Kampagne Together #WePlayStrong, der eine Studie zur aktuellen Situation zugrundeliegt, läuft am 1. Juni im Vorfeld des Endspiels der UEFA Women’s Champions League in Cardiff an. Sämtliche Akteure auf allen Stufen des Frauenfußballs sollen dabei unterstützt werden, Teilnehmerzahlen und Popularität des Frauenfußballs zu steigern und die Rahmenbedingungen für Trainer, Mannschaften und Spielerinnen zu verbessern.

Beginn in Nordirland
Den Anfang machte der Gastgeber der diesjährigen U19-Frauen-EM-Endrunde, der Nordirische Fußballverband (IFA), der bedeutende Anstrengungen zur Steigerung der Teilnehmerzahlen und zur Beseitigung von Ungleichbehandlung im Frauenfußball unternimmt und sich darüber hinaus für die Förderung von Frauen in Führungspositionen einsetzt.

Beim Premierenworkshop beriet die UEFA die IFA-Delegierten hinsichtlich des Potenzials von Marketingkampagnen, der Förderung des Engagements an der Basis und der Maximierung von Sponsoringeinnahmen. Vertreter aller Ebenen des Frauenfußballs, vom Breitensport bis zur Elite, tauschten sich über Erfahrungen und Zugangshürden aus und erarbeiteten gemeinsam Lösungen.

Gail Redmond, nationale Frauenfußball-Managerin bei der IFA, sagte: "Wir freuen uns sehr darüber, den ersten Together #WePlayStrong-Workshop ausgerichtet zu haben. Wir sind überzeugt, dass diese Kampagne entscheidend zum Erreichen unseres Ziels beitragen wird, den Fußball zur Sportart Nr. 1 für Frauen und Mädchen in Nordirland zu machen."

"Wir sind stolz auf unsere enge Beziehung mit der UEFA und freuen uns über die positiven Wachstumsaussichten für den Frauen- und Mädchenfußball in den nächsten fünf Jahren. Wir möchten die Teilnehmerzahlen auf allen Stufen erhöhen und die Vereine dazu ermutigen, dem Ausbau ihrer diesbezüglichen Kapazitäten Priorität einzuräumen", so Redmond weiter.

"Die Präsentationen für unsere Angestellten waren informativ und boten den verschiedenen Akteuren in Nordirland die wertvolle Gelegenheit, ihre Ansichten über die Verbesserung und Weiterentwicklung des Frauenfußballs in Nordirland zum Ausdruck zu bringen."

UEFA-Marketingdirektor Guy-Laurent Epstein zollte Nordirland Beifall für die Begeisterung und das Engagement, das im Frauenfußball an den Tag gelegt wird, insbesondere seitens der zahlreichen Volunteers. "In Nordirland ist man sehr gewillt, den Frauenfußball weiterzuentwickeln, und dieses Bestreben fällt in eine Zeit, in der viele Investitionen in den Fußball getätigt werden", sagte er.

"Das neu eröffnete Nationalstadion Windsor Park ist wunderschön geworden, und die Erfolge Nordirlands bei der EURO 2016 haben viele Akteure innerhalb des Fußballs dazu inspiriert, Kindern und Jugendlichen – einschließlich Mädchen – den Zugang zum Fußball zu erleichtern", meinte er weiter.

"Wir sind uns bewusst, dass das Ziel, Fußball zur führenden Frauensportart in Europa zu machen, eine große Herausforderung darstellt. Wir sind dennoch sehr zuversichtlich, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Wir haben ein Maßnahmenpaket entwickelt, das alle Nationalverbände ihren Bedürfnissen entsprechend umsetzen können, um den Fußball mit Unterstützung der UEFA zur Sportart Nr. 1 für Frauen in Europa zu machen."

Dieser Artikel erschien ursprünglich in UEFA Direct Nr. 167.