Entwicklung des Frauenfußballs auf Malta

Dank der finanziellen Mittel durch das UEFA-Hattrick-Programm erlebt der Frauenfußball auf Malta aktuell einen absoluten Aufschwung.

©Domenic Aquilina

Der Maltesische Fußballverband (MFA) hat innerhalb kürzester Zeit bereits deutlich vom UEFA-Frauenfußball-Entwicklungsprogramm (WFDP) profitiert.

Im ersten Abschnitt des UEFA-HatTrick-Programms (2012 - 2016) stellte die UEFA jedem Verband 100.000 Euro zur Verfügung, um diese in die Entwicklung des Frauenfußballs zu investieren. Dieses Geld legte der MFA unter anderem in die Trainerausbildung, Veranstaltungen für die U13 sowie ein neues Nachwuchsleistungszentrum für Mädchen an. Hinter all dem steckte das übergeordnete Bestreben, das Image des Frauenfußballs zu verbessern. Neben vergleichbaren Bemühungen der Verbände von Polen, Aserbaidschan und England werden die Anstrengungen des maltesischen Verbandes im UEFA-Report zur Entwicklung des Frauenfußballs als Paradebeispiel für ein erfolgreiches Entwicklungsprogramm angeführt. 

"Projekte im Frauenfußball haben einen sehr positiven Einfluss auf unseren Sport", sagte der Generalsekretär des Maltesischen Fußballverbands. "Unser Fußball muss für alle zugänglich sein. Ein Weg dahin ist, eine ausgeglichene Verteilung der Geschlechter zu fördern. Die Unterstützung der UEFA war ein entscheidender Faktor. Dadurch konnten wir die Trainerausbildung, unser Nachwuchsleistungszentrum sowie unsere Wettberwerbe fördern."

Martina ist eine von 50 vielversprechenden Spielerinnen, die dank der neu entdeckten Förderung des Frauenfußballs in Malta nun jede Woche am Trainingszentrum des MFA trainiert. "Letzten Sommer hat der MFA ein Sommer-Camp für uns organisiert. Nach einem Test wurde ich ausgewählt, so hat meine Karriere als Fußballer begonnen. Der Fußball gibt mir ein Gefühl von Sicherheit, denn er zeigt, dass wir auch auf uns aufmerksam machen können. Frauen und Männer sind gleichwertig, es gibt keinen Unterschied zwischen beiden."

Der MFA hat den Frauenfußball an der Basis gefördert, immerhin ist Fußball auf der Insel auch die beliebteste Sportart bei den Frauen. Durch diese Begeisterung gibt es in diesem Bereich noch viel Potenzial für weitere Verbesserungen. 

"Ich hoffe, dass wir mehr junge Frauen zum Fußball bringen können. Daneben möchten wir auch den Wettbewerb verbessern und mehr Menschen dazu bewegen, die Ligaspiele und die Nationalmmanschaftsspiele der Frauen zu besuchen" sagte Chetcuti. "Wir haben schon einige tolle Erfolgsgeschichten geschrieben und ich hoffe wir können daran anknüpfen und darauf aufbauen." 

Dank der großen Erfolge wurde das WFDP als Teil des UEFA-HatTrick IV-Programms bereits um vier weitere Jahre verlängert.