Wie Aserbaidschan den Frauenfußball fördert

Immer mehr Mädchen spielen in Aserbaidschan dank zweier von der UEFA unterstützter Projekte Fußball: spezielle Mini-Turniere im 3 gegen 3 Modus und eine U13-Liga für Frauen.

©AFFA

Dank der Unterstützung des UEFA HatTrick-Programms hat der Verband der aserbaidschanischen Fußballverbände (AFFA) zwei außergewöhnliche Projekt gestartet, die Mädchen in den Fußball bringen: besonders angepasste Mini-Turnier und eine neue U13-Liga für Frauen.

Mädchen-Turniere mit dem Format 3 gegen 3
AFFA rechnete damit, dass durch kleinere Spielfelder und eine kürzere Spieldauer die Anzahl die Teilnehmerinnen höher sein würden. Deshalb wurde 2013 ein Drei-gegen-drei-Turnier im Bereich Breitenfußball auf die Beine gestellt. 2014 wurden zwei weitere Turniere dieser Art ausgetragen. Dabei wurden fast 400 neue Spielerinnen und gut 2 000 Teilnehmer registriert.

"Auch wenn nicht alle der Teilnehmerinnen später Profis werden, so werden sie doch ein wesentlicher Bestandteil der Fußball-Familie", erklärte AFFA-Generalsekretär Elkhan Mammadov.

Die Teams spielten auf einem Platz mit normalen Ausmaßen, der auf neun Mini-Spielfelder aufgeteilt wurde, um sicherzustellen, dass so viele Kinder wie möglich spielen können. Die Spiele dauerten zehn oder zwölf Minuten. Je nachdem, in welcher Turnierphase man sich befand.

Die Werbung für die Turniere begann zwei Monate im Voraus. Dies geschah auf der AFFA-Website sowie in Social Media- und Schulkampagnen. Um neue Teilnehmer willkommen zu heißen, fand sich in jedem Dreierteam mindestens eine nicht registrierte Spielerin wieder.

Das Breitenfußballturnier wurde mit einer UEFA-Auszeichnung für Kreativität und Innovation bei den KISS Marketing Preisen 2014 in der Kategorie bestes Marketing-Projekt im Breitenfußball ausgezeichnet.

U13-Liga für Frauen
2013 wurde in vier Regionen eine U13-Liga für Frauen gestartet. Mit dabei waren 46 Mannschaften mit über 1 000 Spielerinnen. 35 Prozent davon wurden neu registriert. "Diese Liga bietet den Mädchen nicht nur die Möglichkeit, einen gesunden Lebensstil zu führen, sie können hier auch ihren fußballerischen Traum verwirklichen", so Mammadov.

Die Erschaffung der Liga half außerdem dabei, die Trainerbasis weiterzuentwickeln. Schließlich sind 60 Trainer daran beteiligt. 2015 erlangten 15 Trainerinnen ihre UEFA-B-Lizenz. In der folgenden Saison begannen sie, mit den Mädchen aus der U13-Liga zu arbeiten.

Die Trainer und die Partnerschaften mit den Schulen spielten eine wichtige Rolle dabei, mit den Eltern in Kontakt zu bleiben und die Liga zu bewerben. Eine offizielle Website und diverse Social-Media-Seiten sorgten für eine entsprechende Internet-Präsenz.

Dank einer immer weiter steigenden Teilnehmerzahl und neu entdeckten Talenten floriert der Mädchen-Fußball mittlerweile in Aserbaidschan.