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Frauenfußball

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Deutschland feiert den Triumph bei der UEFA Women's EURO 2013 ©Sportsfile

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Es gibt Begeisterung und vielleicht auch ein wenig Überraschung über den erstaunlichen Aufstieg des Frauenfußballs in Europa während der letzten 15 Jahre.

Von den bescheidenen und hoffnungsvollen Anfängen - und dank einer unermüdlichen Arbeit der UEFA, ihren Nationalverbänden, engagierten Funktionären sowie zahlreichen Anhängern und Volunteers - hat sich der Frauenfußball auf spektakuläre Art und Weise zu einer eigenständigen Fußballattraktion entwickelt. Und die tägliche Arbeit, um den Frauenfußball weiter zu fördern und zu entwickeln, geht weiter. Ziel ist es, mehr Mädchen und Frauen im Fußball zu involvieren - als Spielerinnen, Trainerinnen, aber auch Funktionäre, Volunteers und enthusiastische Zuschauer sind gerne gesehen.

Wettbewerbe wie die Women's EURO und die UEFA Women's Champions League haben an Aufmerksamkeit gewonnen und sich etabliert. Die besten Fußballerinnen Europas sind bekannte Persönlichkeiten und Idole für den Nachwuchs. Jeder Wettbewerb - ob bei den Frauen oder den Juniorinnen - bringt technischen und taktischen Fortschritt mit sich. Außerdem merkt man anhand des Zuschauer- und Wirtschaftsinteresses, mit welch enormer Geschwindigkeit sich der Frauenfußball weiterentwickelt. Die Zukunft bietet unzählige Möglichkeiten und die UEFA sowie die europäischen Verbände sind entschlossen, weitere Impulse zu setzen und jede Chance zu nutzen, um konstant neue Maßstäbe zu setzen.

Der Wachstum und die Entwicklung des Frauenfußballs wird erst recht deutlich, wenn man die Statistiken der Saison 2014/15 begutachtet. Recherchen der UEFA zeigen, dass Anzahl registrierter Spielerinnen mittlerweile bei 1,208 Millionen steht. Immer mehr Mädchen finden den Weg zum Fußball, so gibt es im U18-Bereich mehr als 750 000 registrierte Spielerinnen. Die Anzahl der Juniorinnen-Ligen (U6 bis U23) sind von 2012/13 bis 2016/17 von 164 auf 266 angewachsen.

Sechs Länder – Deutschland, England, Frankreich, Niederlande, Norwegen und Schweden – haben sogar mehr als 100 000 Fußballerinnen. Die Anzahl der professionellen und semi-professionellen Spielerinnen wächst ebenfalls: Seit 2012/13 konnte man einen Anstieg von 1 303 auf 2 853 in der Saison 2016/17 verzeichnen. In 52 Ländern wird mittlerweile eine Frauen-Nationalliga ausgetragen und die Anzahl der Nationalteams (inklusive Juniorinnen) ist von 173 in der Saison 2012/13 auf 233 in der Spielzeit 2016/17 angewachsen. Mittlerweile gibt es in den europäischen Nationalverbänden 17 553 qualifizierte Trainerinnen.

Die weitere Entwicklung des Frauenfußballs ist in sicheren Händen. Die UEFA und die Nationalverbände kooperieren innerhalb des UEFA-Frauenfußball-Entwicklungsprogramms (WFDP) prächtig. Die UEFA hat die Situation erkannt - das Exekutivkomitee hat das europaweite Wachstum bei der Anzahl der registrierten Spielerinnen im Frauenfußball zur Kenntnis genommen und stimmte 2010 zu, das Entwicklungsprogramm bis 2016 mithilfe der des UEFA-HatTrick-Programms zu unterstützen.

Die UEFA fördert den Fußball innerhalb der Nationalverbände, die noch nicht in diesem Bereich aktiv sind und ermutigt die Verbände, sich bedeutende strategische und finanzielle Ziele zu setzen. Zudem wird empfohlen, Frauen in Schlüsselpositionen einzusetzen und dafür zu sorgen, dass jeder Verband eine nationale Frauenliga installiert. Den Verbänden wird auch dabei geholfen, den Frauenfußball zu vermarkten. Breitenfußball-Aktivitäten werden intensiviert, außerdem helfen Anwerbeaktionen und mögliche Karriereverläufe den Spielerinnen, das für sich richtige Niveau zu finden. Mit der Ernennung von bekannten Frauenfußballerinen für Botschafterrollen konnte man dem Frauenfußball zudem mehr Aufmerksamkeit verleihen.

Weitere Zahlen der UEFA-Studie belegen den europaweiten Aufschwung: 20 Nationalverbände haben Jugendakademien für Mädchen, um die Entwicklung der Youngster früh voranzutreiben. Insgesamt 10 200 Schiedsrichterinnen sind bei Spielen im Einsatz, 44 Verbände haben ein Komitee für Frauenfußball. Um mehr Frauen in Führungsrollen zu verhelfen hat die UEFA ein spezielles Führungstraining für Frauen in UEFA-Nationalverbänden entworfen und die Mitgliedsverbände ziehen nach. 2016/17 haben 399 Frauen auf Manager-Ebene oder höher in Nationalverbänden gearbeitet (2012/13 waren es 121).

Auch dank der Hingabe und Fürsorge der UEFA-Frauenfußball-Kommission, die sich um die Entwicklung und Förderung des Frauenfußballs im Allgemeinen sowie um die Frauen-Wettbewerbe kümmert, kann sich der Sport stetig weiterentwickeln.

Karen Espelund, Vorsitzende der UEFA-Frauenfußball-Kommission, beobachtet die aktuelle Entwicklung mit Freude und ist zuversichtlich für die Zukunft: "UEFAs Entscheidung, in die Entwicklung des Frauenfußballs zu investieren, war eine kluge und vorausblickende Entscheidung. Die Ergebnisse dieses Entschlusses sind für alle sichtbar", sagt sie. "Die UEFA hat zugesagt, dass sie es zu einer Priorität macht, den Frauen- und Mädchenfußball konstant zu fördern und zu entwickeln. Diese Bereitschaft zahlt sich voll aus. Es ist sehr erfreulich, zu sehen, dass Europas Nationalverbände mit konkreten Maßnahmen und Programmen reagiert haben, um Mädchen und Frauen leichteren Zugang zum Fußball zu verschaffen."

"Ein Schlüsselziel der UEFA ist es, den Frauenfußball auf Ebene des Breitensports weiter zu stärken. Die UEFA wird sich weiterhin für die Verbände einsetzen, die dafür sorgen wollen, dass der Frauen- und Mädchenfußball in den kommenden Jahren noch stärker wird."