IT-Boom hilft dem Fußball

UEFA führte einen Workshop zum Thema Informationstechnologie durch.

Die Fortschritte der Informationstechnologie in den letzten zehn Jahren haben auch ihre Auswirkungen in der Fußballverwaltung hinterlassen. Die UEFA nutzt ihre eigenen Erfahrungen, um den 52 Mitgliedsverbänden mit wertvollen Tipps zur Seite zu stehen.

IT-Workshop
Der europäische Fußballdachverband hielt in seiner Zentrale in Nyon (Schweiz) für Vertreter der Verbände einen IT-Workshop ab, in dem er die Entwicklung seines eigenen Systems erklärte und einigen Staaten die Möglichkeit bot, von ihren eigenen Erfahrungen zu berichten.

Starke Bindungen
Der Workshop ist eines der Mittel, mit denen die UEFA ihren Mitgliedsverbänden als Teil des Top-Exekutivprogramms zu helfen versucht, um die Verbände und ihre wichtigsten Köpfe noch enger an die UEFA, ihre Serviceleistungen und ihr Fachwissen zu binden. Die von UEFA-Direktor Jacob Erel geleitete Abteilung für Nationalverbände hat die zentrale Aufgabe, die obersten Exekutiv-Vorstände der einzelnen Verbände als Ansprechpartner zu unterstützen.

UEFA-Experten
Ziel ist es, die nationalen Verbände durch Experten der UEFA in den Bereichen Organisation und Verwaltung zu unterstützen und zu fördern. Das UEFA-HatTrick-Hilfsprogramm bildet einen wichtigen Teil der Aufgaben dieser Abteilung. Oberstes Ziel ist es, die Verbände in ihrer Verwaltungsarbeit leistungsfähiger und wirkungsvoller zu machen.

Informationssysteme
Der Workshop nahm die Informationssysteme in Aufsichtsräten und nationalen Verbänden sowie Inhaus-Informationssysteme und IT-Entwicklungsprojekte unter die Lupe und lehrte den Umgang mit dem Internet. "Bei den Analysen für unser Top-Exekutivprogramm haben wir herausgefunden, dass in dem einen oder anderen Fall die nationalen Verbände ihre IT-Systeme verbessern müssen, sei es durch die Aufstockung ihrer Hardware oder durch neue Software", sagte Erel. "Und diese Notwendigkeit besteht in fast allen Verbänden in gleicher Weise. Solche Workshops haben den großen Vorteil, dass wir die Informationen austauschen können."

Geteiltes Wissen
"Ich würde die Verbände, die sich große Erfahrung angeeignet haben, bitten, ihr Wissen mit den anderen zu teilen", sagte er weiter. Die UEFA ist mit ihrer erfolgreichen Tochtergesellschaft UEFA Media Technologies (UMT) fest entschlossen, den europäischen Fußball auch im Bereich der Informationstechnologie weiter vorwärts zu bringen und stellt dafür bereits bemerkenswerte Mittel zur Verfügung.

Strategie entwickeln
Die eigene globale Strategie der UEFA will mit der weltweiten Entwicklung auf diesem Gebiet Schritt halten. Der Chef der UEFA-Abteilung für Informationstechnologie, Phillipe Grivel, erklärte auf dem Workshop, dass vor 2000 fast nur einfache IT-Lösungen für den Bedarf der UEFA-Mitarbeiter benötigt wurden. Seit dem Jahr 2000 nahm die Komplexität zu, da mehr Kunden und speziellere Bedürfnisse die Weiterentwicklung der Informationstechnologie und Internetstrategie gefordert haben. 2004 wurde schließlich die globale IT-Strategie ein Teil der allgemeinen UEFA-Strategie.

UMT-Lösungen
UMT bietet der UEFA die Chance, den europäischen Fußball weiterzuentwickeln und bewahrt und fördert die Unabhängigkeit der UEFA in Bereichen des Managements und hinsichtlich der Verwertung ihrer eigenen Wettbewerbe. Dazu unterstützt sie die Fußballfamilie in ihrer eigenen Entwicklung in Bereichen des Eventmanagements, von Karten- und Finanzfragen bis hin zur Schiedsrichter- und Spielansetzungen.

Schritt halten
Der Workshop hat gezeigt, dass durch die konstante Weiterentwicklung des Fußballs auch die Art und Weise, wie das Spiel verwaltet wird, künftig besser Schritt halten muss. "Fußball ist Sport, Emotion, Leidenschaft und Spaß", sagte Grivel, "warum ist also eine wirkungsvolle IT-Planung so wichtig für die UEFA und den europäischen Fußball? Weil die Informationstechnologie ihren Teil zum Erfolg des Fußballs beiträgt."