UEFA-Breitenfußball-Auszeichnungen 2016

Breitenfußball-Organisationen in Belarus, Belgien und Österreich haben nach der Bekanntgabe der UEFA-Breitenfußball-Auszeichnungen 2016 Grund zum Feiern.

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Die besten Organisatoren, Klubs und Projekte im Breitenfußball aus Belarus, Belgien und Österreich wurden bei den UEFA-Breitenfußball-Auszeichnungen 2016, die in Athen bekannt gegeben wurden, mit Goldmedaillen geehrt.

Die Auszeichnungen, die es seit 2010 gibt, wurden im Rahmen des Außerordentlichen Kongresses der UEFA in der griechischen Hauptstadt verliehen und rückt inspirierende Geschichten aus ganz Europa in den Mittelpunkt.

"Für die UEFA-Breitenfußball-Auszeichnungen 2016 gab es zahlreiche Nominierungen und es war ein gründlicher Auswahlvorgang", sagte Giancarlo Abete, Vorsitzender der UEFA-Kommission für Entwicklung und technische Unterstützung.

"Es ermutigt sehr zu sehen, wie mehr und mehr Verbände auf nationaler Ebene Breitenfußball-Auszeichnungen veranstalten um den Breitenfußball voranzubringen, und weitere Entwicklung an der Basis zu fördern."

Bester Breitenfußball-Organisator: Yury Beletskiy (Belarus)
Die Auszeichnung für Organisator im Breitenfußball ging an Yury Beletskiy, der Kindern in der weißrussischen Kleinstadt Zhabinka, die zuvor keine Chance hatte, an organisierten Fußballturnieren teilzunehmen, die Chance, das Spiel zu genießen und andere Kinder kennenzulernen.

"Breitenfußball ist wie Juniorenfußball der Grundstein der Fußballpyramide in unserem Land. Es ist einer unserer Hauptarbeitsbereiche und wir versuchen, ihm genug Aufmerksamkeit zu schenken", sagte der Generalsekretär des Fußballverbands von Belarus (BFF), Sergei Safaryan.

Die silberne Auszeichnung erhielt die schwedische Ehrenamtliche Mathila Brink-Larsen, die einen Klub für Flüchtlinge aufgebaut hat, während der dritte Preis an Antonio Piccolo aus Italien ging, der vor 30 Jahren den Klub Arci Scampia in der benachteiligten Gegend von Scampi in der Nähe von Neapel gegründet hat.

Bester Breitenfußballklub: RWDM Girls (Belgien)
Die Kategorie für den besten Klub stellte die Arbeit beim belgischen Verein RWDM Girls in den Mittelpunkt. Es handelt sich um ein multikulturelles Team in der belgischen Gemeinde Molenbeek in Brüssel, das Mädchen aus der Gegend Hoffnung gibt und sich zu einer Talentschmiede für junge Spielerinnen entwickelt hat.

"Es ist ein Klub, der allen offen ist – jedes Mädchen, das bei uns mitmacht, hat ihren eigenen Platz, egal auf welchem Niveau", sagte Klubkoordinator Ramzi Bouhlel.

Fußball für alle ist auch das Motto des Silbermedaillengewinners, der Gartcairn Fußballakademie in Schottland, deren Slogan "Die, die spielen möchten, sollen spielen" lautet. Bronze ging an einen Amateur-Verein in einem entfernten Winkel der Ukraine.

Bestes Breitenfußball-Projekt: "Teamplay ohne Abseits" (Österreich)
Der erste Preis in der Kategorie für das beste Projekt ging an "Teamplay ohne Abseits", das vom Österreichischen Fußballverband (ÖFB) mit Unterstützung der Bundesregierung veranstaltet wird und sich auf die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund durch Teambuilding-Workshops konzentriert.

ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner sagte: "Es geht nicht darum, dass wir hier einen Preis bekommen. Es geht darum, dass viele gute Beispiele und viel Verständnis für Integration, viel Verständnis für verschiedene Hautfarben, für ein Vorgehen gegen Rassismus und Respekt unter den Leuten in den Vordergrund gestellt werden.

"Ich glaube, hier gibt die UEFA sehr viele positive Beispiele, Initiativen und Impulse, die wir aufgreifen. Das finde ich sehr positiv."

Die Auszeichnung in Silber ging an das Projekt "Meine Schule, Mein Klub" aus Serbien, das die Teilnahme am Klubfußball durch Zusammenarbeit mit den Schulen des Landes steigert. Bronze ging derweil an das Programm für Führungspersönlichkeiten im Fußball der Solent University aus England.