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RFS-Präsident besucht UEFA

Präsident

Nikolai Tolstykh, neuer Präsident des Russischen Fußballverbandes (RFS), hat dem Haus des Europäischen Fußballs in Nyon einen Besuch abgestattet.

Nikolai Tolstykh (links) mit UEFA-Präsident Michel Platini
Nikolai Tolstykh (links) mit UEFA-Präsident Michel Platini ©UEFA

Nikolai Tolstykh, neuer Präsident des Russischen Fußballverbandes (RFS), hat dem Haus des Europäischen Fußballs in Nyon einen Besuch abgestattet.

Tolstykh, der im September 2012 gewählt wurde, traf dabei mit UEFA-Präsident Michel Platini und weiteren UEFA- Offiziellen zusammen, um mit ihnen über die Situation des Fußballs in Russland zu diskutieren. Auch die Beziehungen zwischen dem russischen Verband und dem europäischen Fußballdachverband waren ein Thema. Die UEFA unterstützt die Fußballentwicklung im Land schon seit einigen Jahren mit ihren Hilfsprogrammen wie dem HatTrick- und dem Entwicklungsprogramm für Frauenfußball (WFDP).

Der russische Fußball kann auf eine lange und äußerst erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken. Der berühmteste Fußballer des Landes war Torhüter Lev Yashin, 1963 Europas Fußballer des Jahres. Inzwischen fiebert das ganze Land dem nächsten Großereignis entgegen, der Ausrichtung der FIFA-WM 2018.

Die politischen Entwicklungen der späten 1980er und frühen 1990er Jahre führten zum Zusammenbruch der UdSSR und zur Gründung vieler neuer Staaten und Nationalverbände. Im Februar 1992 wurde der RFS gegründet und übernahm die Rechte und Pflichten des aufgelösten Fußballverbandes der UdSSR (FFUSSR). Das erste internationale Turnier der neuen Mannschaft war die EURO '96 in England. Bei der UEFA EURO 2008 erreichte das von Guus Hiddink trainierte Team immerhin das Halbfinale.

Im Klubfußball triumphierten russische Mannschaften in jüngster Zeit zweimal im UEFA-Pokal. PFC CSKA Moskva holte sich 2005 mit einem Finalsieg gegen Sporting Clube de Portugal den Titel, der FC Zenit St. Petersburg machte es den Moskowitern 2008 mit einem Erfolg gegen Rangers FC nach und holte anschließend als erstes russisches Team auch den UEFA-Superpokal.

"Zunächst einmal möchte ich Michel Platini für die Einladung danken, die UEFA zu besuchen", sagte Tolstykh, der selbst zwischen 1974 und 1983 für den FC Dinamo Moskva gekickt hat. "Auch möchte ich mich für die Gelegenheit bedanken, mit den Leitern verschiedener UEFA-Abteilungen zu sprechen. Mit ihnen konnte ich verschiedene Aspekte der Entwicklung des Fußballs in Europa diskutieren und ihnen habe ich meine Visionen und Pläne für die Einführung des Fußballentwicklungsprogramms in der russischen Föderation unterbreitet ".

"Für uns ist die Kooperation mit der UEFA von größter Bedeutung", fügte er an, "und wir sind der UEFA und ihrem Präsidenten sehr dankbar für die gewährte Hilfe in Bereichen wie Erziehungsprogrammen, Fußball-Infrastruktur, Organisation von Wettbewerbssystemen und der Förderung des Jugend- und Kinderfußballs." Tolstykh hatte nach seiner Wahl erklärt, dass die Förderung des Nachwuchses in bestimmten Regionen des Landes ein elementarer Faktor für die künftige Entwicklung des Fußballs in Russland sei.

"Die Entwicklung der Fußball-Infrastrukturen in unserem Land ist von großer Dringlichkeit”, unterstrich Tolstykh. "Dazu gehört der Bau von Fußballplätzen und Kleinspielfeldern, um so den Breitenfußball in verschiedenen Regionen zu fördern."

Man müsse große Anstrengungen unternehmen, fuhr er fort, um gerade für die junge Generation attraktiv zu bleiben. "Wir hoffen, den Prozentsatz der landesweit im Fußball engagierten Menschen durch unsere Werbung für den Fußball drastisch erhöhen zu können, der Ausbau der Infrastruktur wird es der Bevölkerung erlauben, unter komfortablen Umständen Fußball zu spielen."

Die WM 2018 ist noch ein gutes Stück entfernt, aber natürlich steht dieses Turnier auf der Agenda von Tolstykh und seinem Verband ganz oben. "Wir werden alle unsere Verpflichtungen termingerecht erfüllen", versprach er. "Wir haben ein Organisationskomitee gegründet und seinen Arbeitsplan bestätigt und abgesegnet. Außerdem haben wir auch die örtlichen Organisationskomitees in den Gastgeberstädten gegründet." Die WM 2018 findet in Moskau, St. Petersburg, Kaliningrad, Nizhny Novgorod, Kasan, Samara, Saransk, Volgograd, Rostov-am-Don, Sotschi und Ekaterinburg statt.

Wovon träumt der leidenschaftliche Fußballfan Nikolai Tolstykh für die Zukunft? "Ich möchte erleben, dass Russland zu den führenden Fußballnationen gehört." Diesen Traum träumen derzeit vermutlich viele Russen, spätestens in sechs Jahren könnte er dann auch in Erfüllung gehen...

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