Grünes Licht für Reform-Vorschläge

Die Vorschläge für eine Good-Governance-Reform zur Stärkung der UEFA und Verbesserung der Transparenz wurden von den 55 Mitgliedsverbänden beim Ordentlichen UEFA-Kongress in Helsinki abgesegnet.

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Die UEFA wird in den kommenden Jahren ein noch stärkerer und transparenterer Dachverband des europäischen Fußballs. Beim 41. Ordentlichen UEFA-Kongress, der am Mittwoch in Helsinki stattfand, wurden die Good-Governance-Reformvorschläge angenommen.

Die Reformen wurden von den Delegierten der 55 UEFA-Mitgliedsverbände abgesegnet.

Sie bildeten wichtige Bestandteile des Wahlprogramms von UEFA-Präsident Aleksander Čeferin vor dessen Wahl letzten September und wurden von UEFA-Exekutivkomitee im Februar einstimmig befürwortet.

"Diese Reformen sind entscheidend, wenn wir unser Image wiederaufbauen, unsere Glaubwürdigkeit wiederherstellen und unsere Legitimität stärken wollen", erklärte Čeferin. "Das ist ein notwendiger Schritt Richtung Ruhe und Stabilität."

Die Reformen werden jetzt in den UEFA-Statuten verankert.

Zu den Schlüsselreformen, die von den Nationalverbänden abgesegnet wurden, gehörten:

• Einführung von Amtszeitbeschränkungen für den UEFA-Präsidenten und die Mitglieder des UEFA-Exekutivkomitees mit einer Obergrenze von maximal drei vierjährigen Amtszeiten.

• Kandidaten, die sich zur Wahl bzw. Wiederwahl für das UEFA-Exekutivkomitee stellen, müssen ein aktives Amt (Präsident, Vizepräsident, Generalsekretär oder CEO) in ihrem jeweiligen Nationalverband innehaben.

• Aufnahme von zwei Vertretern der Europäischen Klubvereinigung (ECA) als Vollmitglieder in das UEFA-Exekutivkomitee.

• Stärkung der UEFA-Kommission für Governance und Compliance mit der zusätzlichen Ernennung von zwei unabhängigen Mitgliedern für das derzeit drei Personen umfassende unabhängige Gremium.

• Aufnahme eines spezifischen Artikels in die UEFA-Statuten um sicherzustellen, dass alle Austragungsorte für UEFA-Wettbewerbe vollständig objektiv und transparent ausgewählt werden.

• Aufnahme eines spezifischen Artikels in die UEFA-Statuten, um Ethik und Good Governance als statutarisches Ziel der UEFA zu verankern.

• Experten von Nationalverbänden sollen den Vorsitz von UEFA-Kommissionen übernehmen können.