Ausbildungsprogramm der UEFA: Die Stars der Zukunft

Die UEFA hat für alle Teilnehmer der Endrunde der UEFA Youth League eine spezielle Unterrichtsstunde organisiert. Dabei ging es unter anderem um die Regeln und den Umgang mit Medien.

Bei einem Ausbildungsseminar gab es wichtige Tipps für die Final-Four-Teilnehmer
Bei einem Ausbildungsseminar gab es wichtige Tipps für die Final-Four-Teilnehmer ©Sportsfile

Für die Youngster vom FC Barcelona, SL Benfica, Red Bull Salzburg und Real Madrid CF ist es eine spannende Zeit. Beim Kampf um die Lennart-Johansson-Trophäe erleben sie die vielleicht wichtigsten Tage ihrer jungen Fußballkarrieren.

Im Rahmen der Final Four der UEFA Youth League in Nyon bekamen die Spieler außerdem die Chance, sich über das UEFA-Ausbildungsprogramm am Samstag wertvolle Ratschläge einzuholen.

UEFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina stand den Spielern Rede und Antwort. Ihm ging es darum, den U19-Akteuren zu erklären, wie die Spielregeln auf dem Rasen von den Unparteiischen implementiert werden. Außerdem gab er den Spielern Tipps zum Verhalten auf dem Platz.

Ein weiteres Thema war die Interaktion mit den Medien. Ein falsches Wort oder ein unvernünftiger Tweet können dazu führen, dass ein Spieler mit dem Verein, der Nationalmannschaft oder Sponsoren Ärger bekommt. Pedro Pinto, Leiter der UEFA-Kommunikationsabteilung, gab den Spielern Ratschläge, wie man sich im Gespräch mit Journalisten und bei der Nutzung der sozialen Medien verhält.

"In der heutigen Welt wird quasi jede Bewegung eines Profisportlers genauestens unter die Lupe genommen und diskutiert", so Pinto. "Es ist unerlässlich, dass junge Spieler schon früh lernen, wie man mit den Medien umgeht. Eine positive Kommunikation kann von großem Nutzen sein, negative Publicity kann jedoch später in der Karriere noch ungewollte Konsequenzen haben."

Im Zusammenhang mit der UEFA denken viele Menschen zuerst an die UEFA Champions League und die UEFA EURO. Dabei unternimmt der europäische Fußball-Dachverband viel mehr als nur die Organisation von Fußballspielen.

Stéphane Anselmo, der in der Abteilung für Vereinswettbewerbe arbeitet, erklärte den Spielern, dass die UEFA 80 Prozent des Geldes zurück in den Fußball investiert und die Schlüsselwerte der Organisation, wie Geschlechtergleichstellung und Inklusion, fördert. Außerdem ist es der UEFA wichtig, zu unterstreichen, dass jeder das Recht auf Fußball hat, unabhängig von Geschlecht, Glaube, Hautfarbe, Begabung oder sexueller Orientierung.

Zum Abschluss des Seminars wurde ein Video gezeigt, in dem sich alles um UEFAs strenges Anti-Doping-Reglement drehte. Die Spieler wurden daran erinnert, dass ein positiver Dopingtest sehr wahrscheinlich verheerende Konsequenzen für die Karriere haben würde.

Nur ein Verein wird die Lennart-Johansson-Trophäe mit nach Hause nehmen. Allerdings haben alle Spieler die Chance, auf und abseits des Rasens wertvolle Lektionen für die weitere Karriere zu lernen.