Juristischer Workshop verleiht Beziehungen zwischen UEFA und ECA neuen Schwung

Die UEFA und die European Club Association (ECA) haben ihre Beziehung verstärkt - diesmal auf juristischem Gebiet -, und das dank eines Workshops in Marseille.

Die Gruppe beim Workshop in Marseille
Die Gruppe beim Workshop in Marseille ©ECA

Die Beziehungen zwischen der UEFA und der European Club Association (ECA) haben einen weiteren wichtigen Schritt nach vorn gemacht - diesmal im den Fußball betreffenden juristischen Bereich.

Die beiden Organisatoren veranstalteten im Stade Vélodrome in Marseille erstmals einen juristischen Workshop, um gegenwärtige und künftige juristische Entwicklungen und Trends im europäischen Fußball und den entsprechenden Einfluss auf die europäischen Klubs auf internationaler Ebene zu diskutieren.

Der Workshop wurde exklusiv für ECA-Mitglieder und -Repräsentanten organisiert. Leitende Angestellte und juristische Repräsentanten von 54 Klubs aus ganz Europa, außerdem Rechtsexperten der UEFA, kamen in Marseille zusammen, um Wissen und Meinungen zu teilen.

Zu den Punkten auf der Tagesordnung gehörten auch die UEFA-Disziplinarregeln, die FIFA-Regularien zum Status und den Transfer von Spielern, und Fallbeispiele vom im Lausanne ansässigen Court of Arbitration for Sport (CAS).

Der Workshop untersuchte auch die Kampagne gegen Spielabsprachen im Fußball, und Schlüsselstellen, mit denen sich Klubs hinsichtlich kommerzieller Verträge konfrontiert sehen, und die Finanzierung von Transfers.

Die UEFA unterstrich ihre Null-Toleranz-Politik hinsichtlich Spielabsprachen, ein Phänomen, das der europäische Dachverband als eine der größten Bedrohungen für den Fußball und dessen Integrität sieht. Sie teilte ihre vier Grundsäulen mit - Aufklärung, rechtlicher Rahmen, Beobachtung und Untersuchung sowie Strafen.

Die UEFA betonte zudem, dass eine Zusammenarbeit mit den ECA-Mitgliedern wesentlich für die Erreichung ihrer Ziele der effektiven Regulierung der Fußballwettbewerbe ist.

Sie erklärte ihre Maßnahmen hinsichtlich des Finanziellen Fairplays, die das Ziel haben, ein finanzielles Wohlbefinden der Klubs sicherzustellen und die bereits erfolgreich mitgeholfen haben, ein stabileres finanzielles Umfeld zu schaffen.

Die UEFA hob ihre Ablehnung der Dritteigentümerschaft (TPO) hervor, die sie als gefährlich für die Interessen der Spieler, Klubs und Fans sieht, während diese die Stellung und Integrität des Fußballs unterläuft.

Emilio Garcia, Integritätsverantwortlicher der UEFA

Der gemeinsame Workshop hat sich als sehr gute Gelegenheit erwiesen, juristische Angelegenheiten an den Mann zu bringen und zu klären, Argumente auszutauschen und Fragen der europäischen Klubs zu beantworten.

José María Cruz, Vorsitzender ECA-Rechtsberatungsausschusses und CEO von Sevilla FC: "Ein einzigartiges Ereignis"

Die Zusammenarbeit zwischen beiden Organisationen bei Ereignissen wie diesen unterstützt die starke Entwicklung der Beziehung zwischen Klubs und dem Dachverband im europäischen Fußball.