UEFA-Disziplinar-Workshop in Rom

In Italien hat ein Disziplinar-Workshop stattgefunden, der laut UEFA bei zukünftigen Disziplinarverfahren zu besseren Abläufen und mehr Konstanz verhelfen wird.

The UEFA disciplinary workshop in Rome
The UEFA disciplinary workshop in Rome ©FIGC

Beim sechsten Disziplinar-Workshop der UEFA in Rom haben die UEFA-Rechtspflegeorgane sowie geladene Gäste die Möglichkeit gehabt, über Disziplinarverfahren und Rechtsprechung zu diskutieren. So wurden Fälle der vergangenen zwei Jahre aufgearbeitet und es wurde ein Kurs für die Zukunft abgesteckt.

An dem Seminar, das vom Italienischen Fußballverband (FIGC) veranstaltet wurde, nahmen Mitglieder der beiden Kammern für UEFA-Disziplinarangelegenheiten teil: Die Kontroll- und Disziplinarkammer sowie der Berufungssenat, außerdem kamen UEFA-Disziplinarinspektoren , welche die UEFA in Verfahren vor den beiden Kammern vertreten. Zudem waren Repräsentanten des Internationalen Sportgerichtshofes (CAS) und Mitglieder der Fanvereinigung Football Supporters Europe (FSE), Gesprächspartner der UEFA bei Fanfragen, vor Ort.

Der UEFA-Worshop, der alle zwei Jahre stattfindet, umfasste eine große Bandbreite unterschiedlicher Themen. Fallrecht bei UEFA-Disziplinarverfahren, Rechtsprechung in CAS-Urteilen mit Beteiligung der UEFA, UEFAs Rechtspflegeordnung, der Kampf der Disziplinarausschüsse gegen Spielmanipulation und Rassismus, Schiedsrichterangelegenheiten und die Meinung der Fans hinsichtlich von Disziplinarverfahren - all dies stand auf der Tagesordnung.

"Solche Events wie der Disziplinar-Workshop, der alle zwei Jahre stattfindet, sind extrem wichtig um die UEFA-Disziplinarverfahren weiterzuentwickeln", sagte Emilio García, Abteilungsleiter der UEFA für Disziplinarangelegenheiten und Integrität. "Es trägt zu mehr Konstanz bei der Rechtsprechung der UEFA-Disziplinargremien bei und bietet außerdem die Möglichkeit, die Rechtswissenschaft vom CAS und mögliche Konsequenzen für unsere internen Verfahren unter die Lupe zu nehmen."

Ein wichtiges Ziel des Workshops in Rom war es auch, Repräsentanten von verschiedenen Branchen des Fußballs zusammenzubringen und den Meinungs- und Ideenaustausch mit Mitgliedern der UEFA-Disziplinargremien zu fördern. Dadurch will der europäische Fußballdachverband das Streben nach Transparenz unterstreichen.

"Wir hatten bei diesem Workshop die Möglichkeit, die Meinungen der Fans einzuholen", erklärt García. "Wir sind zuversichtlich, dass dies ein positiver Weg für Fans ist, um ihre Sichtweise der UEFA zu schildern und um so außerdem eine direkte Verbindung zwischen Interessensvertretern des Fußballs aufzubauen."

García begrüßte die gute Zusammenarbeit sowie den offenen und ehrlichen Dialog bei dem zweitägigen Workshop. "Die Teilnahme an den verschiedenen Debatten war außergewöhnlich", erklärte er. "Solche Events werden sich definitiv auf zukünftige UEFA-Disziplinarverfahren auswirken und sind ein perfektes Zeichen der Transparenz von der UEFA an die Mitgliedsverbände, Klubs und alle, die in der Fußballfamilie mitwirken."