Belgiens Rahou für zehn Spiele gesperrt

Belgiens Futsal-Spieler Omar Rahou wurde für zehn UEFA-Spiele - auf Klub- und Nationalteamebene - wegen einer diskriminierenden Geste bei der UEFA Futsal EURO 2014 gesperrt.

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Die UEFA-Kontroll- und Disziplinarkammer hat heute den Futsal-Spieler Omar Rahou des Königlich Belgischen Fußballverbands (URBSFA/KBVB) für die nächsten zehn Partien in einem UEFA-Nationalmannschaftswettbewerb oder einem UEFA-Klubwettbewerb wegen des Zeigens der Quenelle-Geste bei der UEFA Futsal EURO 2014 gesperrt.

Gezeigt wurde die Geste beim Gruppenspiel zwischen Belgien und Rumänien (6:1) am 28. Januar 2014 in Antwerpen. Während des genannten Spiels zeigte Omar Rahou beim Feiern eines Treffers den Quenelle-Gruß mehrere Male.

Unmittelbar nach dem Spiel leitete der UEFA-Disziplinar-Inspektor eine Untersuchung betreffend der Fakten in diesem Fall ein. Er kam zu dem Entschluss, dass die Geste diskriminierende Absichten hat und der Spieler in Übereinstimmung mit Artikel 14 der UEFA-Rechtspflegeordnung (Rassismus, andere diskriminierendes Verhalten und Propaganda) bestraft werden muss.

Auf seiner heutigen Sitzung entschied die Kontroll- und Disziplinarkammer, dass diese Geste ein Verstoß gegen Artikel 14 der UEFA-Rechtspflegeordnung ist und hat eine Zehn-Spiele-Sperre ausgesprochen.

Gegen diese Entscheidung können Rechtsmittel eingelegt werden.

Der Kampf gegen Rassismus und andere diskriminierende Verhaltensweisen hat für die UEFA eine hohe Priorität. Der Europäische Dachverband verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Rassismus und Diskriminierung auf dem Platz und auf den Rängen. Alle Formen von rassistischem Verhalten gelten als schwere Verstöße gegen die Disziplinarordnung und werden mit den schwersten Strafen geahndet. Nach dem Inkrafttreten der neuen Disziplinarordnung am 1. Juni 2013, wurde der Kampf gegen rassistisches Verhalten um eine weitere Stufe verstärkt - was zu schwereren Sanktionen führt, um von einem solchen Verhalten abzuschrecken.